STACJA NAUKOWA POLSKIEJ AKADEMII NAUK w WIEDNIU

VERANSTALTUNGEN

 Wissenschaftliches Zentrum der 

Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien

VORTRAGSABEND Nr.4
aus der Reihe
NATURPHILOSOPHIE und NATURWISSENSCHAFT
 (in Zusammenarbeit mit Univ.-Dozentin  MMag. Dr. Hisaki HASHI,
  Institut für Philosophie der Universität Wien)



Hisaki HASHI
Institut für Philosophie der Universität Wien
spricht zum Thema:
Quantenphysik und ihre Aspekte zur neuen Seinsdynamik 
 

ZUSAMMENFASSUNG des VORTRAGS:
Quantenphysik und ihre Aspekte zur neuen Seinsdynamik


Die Dynamik von Quanten hat einige neue Perspektiven in der Physik und in der Seinstheorie eröffnet. 80 Jahre nach der Etablierung der Unschärferelation Heisenbergs scheint es, dass im Fach Physik das „Rätsel“ der Quantenwelt zum Großteil gelöst wurde. Allerdings gehören dazu offene Probleme, die für die Philosophie reich an Anregungen sind. In diesem Beitrag wird versucht, offene Probleme aus der interdisziplinären Perspektive von Naturphilosophie und Naturwissenschaft klarzustellen. Fragen, die in der Physik bereits beantwortet wurden (Schrödingersche „Katze“, der Heisenbergsche „Schnitt“, u.a.) sind für die Philosophie noch nicht abgeschlossen. 

Im ersten Abschnitt dieses Beitrags wird versucht, essentielle Teile aus dem Gespräch von Einstein und Heisenberg mit einigen markanten Gesichtspunkten zu präsentieren: Es geht um die strittigen Fragen zur Auffassung des physikalisch Realen. Sie wird aus erkenntnistheoretischer Sicht interdisziplinär erläutert. 

Im zweiten Abschnitt handelt es sich um die Interpretation der Quantenerscheinungen, wobei folgender Aspekt klargestellt wird: Die herkömmlichen Seinslehren der Naturphilosophie (Monadenlehre bei Leibniz, Erkenntnis zur modernen Physik bei Cassirer u.a.) haben ihre abgeschlossene, system-interne Logik. Manche Quantenerscheinungen lassen sich nicht durch ihre Logik ermitteln. Die Quantendynamik ist von der herkömmlichen Logik aus gesehen system-fremd / system-extern. Diese Teile können durch die Logik der anderen Kultur beleuchtet und erklärt werden. Der Schlüsselbegriff hiervon ist: Das Feld des Zwischen – das Feld der Leere. Der Brennpunkt des Themas ist die komparative Logik.