STACJA NAUKOWA POLSKIEJ AKADEMII NAUK w WIEDNIU

VERANSTALTUNGEN

 Wissenschaftliches Zentrum der 

Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien

Vortragsreihe zur Polnischen Literatur – 
Ausgewählte Fragen und Neue Zugänge

2. Vortrag im Rahmen der Reihe
Polnische Literatur: Ausgewählte Fragen und neue Zugänge
Wissenschaftliches Zentrum der PAW, 8. Mai 2007


Am 8. Mai 2007 fand im Rahmen der Reihe Polnische Literatur: Ausgewählte Fragen und neue Zugänge der zweite Vortrag statt, der dem polnischen Schriftsteller und Nobelpreisträger Henryk Sienkiewicz gewidmet war.
Wie bereits anlässlich des ersten Abends wurden die zahlreich erschienen Gäste von der stellvertretenden Direktorin des Zentrums, Mag. Ewa Wasiak, auf das herzlichste begrüßt. Namentlich begrüßte sie insbesondere die beiden Vertreter der Botschaft der Republik Polen in Österreich, Herrn Botschaftsrat Mgr Andrzej Ku¼ma sowie den stellvertretenden Militärattache, Herrn Oberst Waldemar Bomba, sowie Herrn Prof. Bogus³aw Dyba¶, der am 2. Mai 2007 sein Amt als neuer Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften angetreten hatte.

Dieser dankte in seiner Rede zunächst dem Referenten des Abends, Herrn Prof. Bonifacy Mi±zek und überraschte ihn mit einem ganz besonderen Geschenk. Er zitierte aus zwei Briefen, die Prof. Bonifacy Mi±zek im Jahr 1966 an den Redakteur der Londoner Exil „Wiadomo¶ci“, Mieczys³aw Grydzewski, geschrieben hatte. In der Zeitschrift wurden mehrmals Verse von Mi±zek publiziert. Die für die im Exil lebenden polnischen Intellektuellen, Schriftsteller und Künstler wichtige und bekannte Institution – „Archiwum Emigracji“ – verwaltet den Nachlass der Zeitschrift, die zitierten Briefzeilen wurden Prof. Dyba¶ vom Begründer des „Archiwum Emigracji“, dem Direktor der Universitätsbibliothek in Thorn, Dr. Miros³aw Supruniuk, zur Verfügung gestellt. Im Rahmen seiner Ansprache stellte der neue Direktor des Zentrums, Herr Prof. Bogus³aw Dyba¶, seinen bisherigen beruflichen Werdegang sowie seine Pläne kurz vor.

Anschließend ergriff der Hauptvortragende des Abend, Prof. em. des Instituts für Slawistik der Universität Wien, Hw. Bonifacy Mi±zek, das Wort. In seinem eindrucksvollen und prägnanten Vortrag würdigte er den großen polnischen Dichter, einen der herausragendsten polnischen Schriftsteller des Positivismus, und der erste polnische Nobelpreisträger für Literatur (1905), den er für seinen Roman Quo vadis? erhielt. Dieser Roman wurde in der Zeit von 1895-1896 an verschiedenen Orten verfasst - in Warschau, Kaltenleutgeben bei Wien, in Zakopane sowie in Nizza. In Polen ist Henryk Sienkiewicz vor allem als Autor des als Trilogie bezeichneten Werks berühmt: Mit Feuer und Schwert (Ogniem i mieczem), Die Sintflut (Potop) und Herr Wo³odyjowski (Pan Wo³odyjowski). Hw. Mi±zek erinnerte auch an zwei weitere bekannte Werke von H. Sienkiewicz, an den historischen Roman Die Kreuzritter (Krzy¿acy) sowie den anschaulichen und lebendigen Jugendroman In der Wüste und im Urwald (W pustyni i w puszczy). Der Vortrag über das Werk von H. Sienkiewicz, dessen Werke in mehr als 40 Sprachen übersetzt  sowie oftmals verfilmt wurde - in Polen ebenso wie in den USA, Italien und Frankreich - stieß bei den Teilnehmern des Abends auf großes Interesse, insbesondere bei jenen österreichischer Herkunft.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der aufstrebenden jungen polnischen Geigerin Anna Gutowska, die von der Slowakin Petra Pogády auf dem Klavier begleitet wurde. Anna Gutowska, die im Rahmen des Wettbewerbs für junge Musiker polnischer Herkunft, veranstaltet im Jahr 2005 vom Klub der Professoren am Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften, den I. Preis errungen hatte, spielte Werke von Henryk Wieniawski sowie abschließend einen feurigen Czardas von V. Monti.

Nach dem Konzert fanden sich die Zuhörer im Rittersaal ein, wo sie Gelegenheit zur Diskussion und zum Meinungstausch hatten.

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