STACJA NAUKOWA POLSKIEJ AKADEMII NAUK w WIEDNIU

VERANSTALTUNGEN

 Wissenschaftliches Zentrum der 

Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien

Vortragsreihe zur Polnischen Literatur – 
Ausgewählte Fragen und Neue Zugänge

4. Vortrag im Rahmen der Reihe
Polnische Literatur: Ausgewählte Fragen und neue Zugänge
Wissenschaftliches Zentrum der PAW, 19. Juni 2007


Am 19. Juni 2007 fand im Rahmen der Reihe Polnische Literatur: Ausgewählte Fragen und neue Zugänge der vierte Vortrag zum Thema: Neue Zugänge zur älteren polnischen Literatur statt.

Die zahlreich erschienenen Gäste wurden von Herrn Prof. Bogus³aw Dyba¶, dem Direktor des Zentrums auf das herzlichste begrüßt, anschließend stellte er die Referentin des Abends, Prof. Dr. Jolanta Doschek, Assistenzprofessorin an der Universität Wien, vor und bat sie zum Rednerpult.

Ziel des ambitionierten Vortrags war es, das urslawische und damit vorpolnische Substrat und dessen Einfluss auf die polnische Literatur des Mittelalters zu untersuchen. Denn auch aus diesen Quellen haben die Autoren des polnischen Mittelalters geschöpft, ob sie sich dessen bewusst waren oder nicht. Dieses urslawische, vorpolnische Element hat für die Entwicklung der indoeuropäischen Kultur eine große Bedeutung, es war so sehr in sich geschlossen, dass es sich als zugrunde liegende Basis jahrhundertelang gegenüber einer späteren Überformung von außen halten konnte und deshalb auch in der Literatur aus jener Zeit nicht zu übersehen ist. Es gilt daher dieses urslawische Erbe zu untersuchen, wenn man die Besonderheit der Literatur des polnischen Mittelalters verstehen will. Nach eingehenden literaturtheoretischen Reflexionen erläuterte die Referentin ihre Thesen am Beispiel der Legende von dem polnischen Herrscher Krak, von der Wawel-Anhöhe und dem Krakauer Drachen.

Seinen musikalischen Ausklang fand der Abend mit einem Konzert des Pandolfis Consort Wien  das  Barockmusik auf Originalinstrumenten spielte. In der Besetzung Ingrid Rohrmoser, Violine, Sabine Gutternigg, Violine, Elzbieta Sajka, Viola, Fidel, Martin Hinterndorfer, Violoncello sowie Matthias Krampe, Cembalo wurden Kompositionen von Adam Jarzebski, Stanislaw Sylwester Szarzynski, Georg Philipp Telemann (1681-1767) sowie Marcin Mielczewski zur Aufführung gebracht.

Nach dem Konzert fanden sich die Zuhörer im Rittersaal ein, wo sie Gelegenheit zur Diskussion und zum Meinungstausch hatten.
 

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