STACJA NAUKOWA POLSKIEJ AKADEMII NAUK w WIEDNIU

VERANSTALTUNGEN

 Wissenschaftliches Zentrum der 

Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien

Vortragsreihe zur Polnischen Literatur – 
Ausgewählte Fragen und Neue Zugänge

3. Vortrag im Rahmen der Reihe
Polnische Literatur: Ausgewählte Fragen und neue Zugänge
Wissenschaftliches Zentrum der PAW, 22. Mai 2007


Am 22. Mai 2007 fand im Rahmen der Reihe Polnische Literatur: Ausgewählte Fragen und neue Zugänge der dritte Vortrag zum Thema:
Drohobycz: Eine versunkene Atlantis: Bruno Schulz und Andrzej Chciuk statt.

Die zahlreich erschienenen Gäste wurden von Herrn Prof. Bogus³aw Dyba¶, dem Direktor des Zentrums auf das herzlichste begrüßt, anschließend stellte er den Vortragenden des Abends, Herrn Prof. Roman Mnich,  Universität Drohobycz, vor und bat ihn zum Rednerpult.

Nach einer Einführung über die Stadt Drohobycz stellte Prof. Roman Mnich die drei Schriftsteller Ivan Franko, Bruno Schulz und Andrzej Chciuk vor und ging ausführlich über die Beziehung der drei Schriftsteller zur Stadt Drohobycz ein. Darüber hinaus  verfolgte der Vortrag den literaturtheoretischen Ansatz, zum einen die Frage nach der Urbanisierung von Kultur in der Literatur einer Stadt aufzuzeigen und  dies zum anderenexemplarisch am Fall von Drohobycz aufzeigen. Im Diskurs über diese Stadt kommt dem Motiv der versunkenen Atlantis, die wir von Plato kennen, eine besondere Bedeutung zu. Entsprechend wurde der historische Kontext von Drohobycz am Beginn des 20. Jahrhunderts, besonders die engen Verbindungen dieser Stadt zur europäischen Kultur,  aufgezeigt. Daran schlossen sich theoretische Bemerkungen zum Problem der Stadt als literarischem Topos an. In der Konklusion wurde das Bild von Drohobycz im Werk großer Autoren, die aus dieser Stadt stammen, allen voran Andrzej Chciuk, der ein sehr spezifisches Erinnerungsbuch geschrieben hat, beleuchtet.

Seinen musikalischen Ausklang fand der Abend mit einem Konzert der aufstrebenden jungen polnischen Geigerin Joanna Kaniewska , die vom Schweden Maximilian Bratt auf dem Klavier begleitet wurde. Nach dem ersten Satz der Sonate für Violine und Klavier D-dur, op. 94 von S.
Prokofiev wurden 3 Lieder aus dem Zyklus "Siete Canciones populares Espanolas" von M. de Falla zur Aufführung gebracht, abschließend spielte das 6 "Rumänische Volkstänze" von B. Bartok:

Nach dem Konzert fanden sich die Zuhörer im Rittersaal ein, wo sie Gelegenheit zur Diskussion und zum Meinungstausch hatten.

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