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Zweites
Wissenschaftliches
Österreichisch-Polnisches Treffen
Am 26.
April 2007 lud die Österreichische Gesellschaft für
Wissenschaftsgeschichte, das Wissenschaftliche Zentrum der Polnischen
Akademie der Wissenschaften in Wien sowie die Österreichisch-Polnische
Gesellschaft zum Zweiten Österreichisch-Polnischen Wissenschaftlichen
Treffen in den Nikolaus Kopernikus-Saal in das Wissenschaftliche Zentrum
der PAW. Nach den Begrüßungsworten von Dr. Gerhard Pohl, Mitglied der
Österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte, der
amtsführenden Direktorin des Wissenschaftlichen Zentrums, Frau Mag. Ewa
Wasiak sowie dem Präsidenten der Österreichisch-Polnischen Gesellschaft,
Prof. Dr. Theodor Kanitzer, standen vier Vorträge auf dem Programm, von
denen je zwei von einem österreichischen Wissenschaftler und je zwei von
einem polnischen Wissenschaftler präsentiert wurden. Das Treffen, an dem
etwa zwanzig Personen teilnahmen, wurde in englischer Sprache
abgehalten.
Als erster Vortragender ergriff Prof. Micha³ Kokowski vom Krakauer
Filialinstitut des Instituts für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften in
Warschau, das Wort. Das Thema seines Vortrags lautete “Copernicus, Copernican Studies and the Science Wars”. Die Ausführungen des
Referenten waren der Revolution von Kopernikus und ihrer Resonanz im
Postmodernismus gewidmet. Der zweite Vortrag, gehalten von Prof.
Marianne Klemun, Institut für Geschichte der Universität Wien, sowie
Mitglied der Kommission für die Geschichte der Naturwissenschaften,
Mathematik und Medizin an der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften, galten dem Thema “Inscription and fact. Forming
knowledge in earth science based on mineralogical books and travels in
the eastern Habsburg regions (18th century)”. Die Referentin stellte in
ihrem Vortrag die Verfasser von drei mineralogischen Büchern vor, die
die Erfahrungen ihrer Reisen in den östlichen Regionen des
Habsburgerreichs in ihren Publikationen festhielten. Nach der
Kaffeepause galten die beiden nächsten Referate der chemischen
Ausbildung in Polen und Österreich. Prof. Roman Edmund Sioda, Institut
für Chemie der Akademie von in Siedlce sprach zum Thema “Chemical
education in Poland: how it is, and how it was” und stellte in seinem
Vortrag bedeutende Chemiker vor, unter ihnen auch Prof. Andrzej Legocki,
der bis Dezember 2006 Präsident der Polnischen Akademie der
Wissenschaften war. Als letzter Redner stellte Prof. Adolf Mikula vom
Institut für Chemie der Universität Wien die Ausbildungssituation in
Österreich vor und verglich sie mit jener in Polen. Er wies insbesondere
auf das System der European Credit Points hin, das die
Ausbildungsstandards vereinheitlichen soll und den Studentenaustausch in
Europa im Rahmen diverser EU-Programme erleichtert. Anschließend kam es
zu einem Gedankenaustausch über den 3. Kongress der European Society for
the History of Sciences, der in der Zeit vom 10. –12. September 2008 in
Wien stattfinden wird. Der erste Kongress der Gesellschaft fand im Jahr
2004 in Maastricht statt, der zweite im Jahr 2006 in Krakau. Prof.
Kokowski berichtete über seine Erfahrungen über Vorbereitung,
Organisation und Abhaltung des Kongresses und gab viele wertvolle
Hinweise, für die Prof. Hermann Hunger, Vorsitzender der Kommission für
die Geschichte der Naturwissenschaften, Mathematik und Medizin sowie
Organisator der Folgekonferenz in Wien herzlich dankte. Er lud
seinerseits dazu ein, im Rahmen der Konferenz zum Thema “Styles of
Thinking in Science and Technology” einen Vortrag zu halten.
Nach Beendigung der Referate kam es noch zu einem informellen
Gedankenaustausch unter den Gästen.
Bildbericht






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