|
Besuch an der Donau-Universität
in
Krems
Am 26. Juni 2007 besuchten
der Direktor des Zentrums, Prof. Bogus³aw Dyba¶ sowie Dr. Andrzej Nadolny,
Experte für wissenschaftliche Kontakte, auf Einladung von Prof.
Dieter Falkenhagen die
Donau-Universität Krems. Prof. Dieter Falkenhagen ist Leiter des
Departments für Klinische Medizin und Biotechnologie.
Die Donauuniversität Krems, im Internet unter der Adresse
www.donau-uni.ac.at zu finden,
wurde im Jahr 1995 gegründet. Sie ist die einzige öffentliche
Bildungseinrichtung dieser Art in Europa, die auf postuniversitäre
Studien für Berufstätige spezialisiert ist (aus diesem Grund finden die
Lehrveranstaltungen hauptsächlich freitags und samstags statt). Unter
bestimmten Voraussetzungen - sofern entsprechende Berufserfahrung
vorliegt - werden auch Personen ohne abgeschlossenes
Hochschulstudium zum Studium zugelassen.
Etwa 4.000 Studenten aus 50 Ländern studieren in rund 150 verschiedenen
Studiengängen folgender Fachrichtungen: Wirtschaft und Management;
Kommunikation, IT und Medien; Medizin und Gesundheit; Recht, Verwaltung
und Internationale Beziehungen; Kultur und Bildungswissenschaften; Bauen
und Umwelt. Besonders beliebt sind die mit Medizin und Gesundheit
verbundenen Lehrgänge.
An der Universität lehren etwa 1.000 hochrangige Wissenschaftler. Zum
einen sind das Wissenschaftler aus universitärem Umfeld, zum anderen
aber auch Lehrende aus der beruflichen Praxis, die hohes
wissenschaftliches Niveau mit praktischer Erfahrung vereinen, was für
die Studierenden besonders wichtig sind.
Die Studiengänge dauern durchschnittlich 4 Semester (von 2 bis 7
Semester) und enden mit der Erlangung des international
anerkannten Titels eines Masters, z.B. Master
of Business Administration (MBA), Master of Science (MSc), Master of
Arts (MA) oder Master of Laws (LL.M.).
Die Universität wird nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen geführt.
Haupteinnahmequelle (etwa 70% der Einnahmen) sind die Studiengebühren,
die sich für manche Studienrichtungen auf 5.000 Euro pro Semester
belaufen.
Die Universität erhält auch Mitteln von der Landesregierung des Landes
Niederösterreich sowie von der österreichischen Bundesregierung.
Der Universitätscampus befindet sich in malerischer Umgebung am
Stadtrand von Krems, in ihren Baulichkeiten sind die Architektur der
Jahrhundertwende - in Form des Gebäudes einer ehemaligen Tabakfabrik,
die von Grund auf renoviert wurde - mit moderner Architektur -
zeitgenössischen Pavillons aus Glas und Stahl - vereint. So wurden
besonders gute Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre geschaffen.
Die Donauuniversität arbeitet mit rund 50 Universitäten auf der ganzen
Welt zusammen. In manchen Bereichen wie zum Beispiel in jenem der
Biotechnologie, wird Forschung auf höchstem Niveau betrieben. Auch
Doktoranden sind in diese Forschungsarbeiten eingebunden.
Nach einer allgemeinen Präsentation der Universität führte Prof. Dieter Falkenhagen
seine Gäste durch die Laboratorien des Zentrums für Biomedizinische
Technologien, dem er unmittelbar vorsteht. Dank der engen Zusammenarbeit
mit der Industrie gelang es dem Zentrum im Bereich der Blutreinigung
bedeutende Verfahren zu entwickeln, die im klinischen Alltag angewandt
werden. Eine der Formen zur raschen Umsetzung von neuen
Technologien im Bereich von Medizin ist die Zusammenarbeit mit sog. Spin-Out-Firmen,
die ihre Produktion auf die an der Universität gewonnenen Erkenntnisse
aufbauen. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass sich unter den
ausländischen Partnern, mit denen das Zentrum enge Kontakte pflegt, auch
das Institut für Biokybernetik und Biomedizinische Technologie der Polnischen Akademie
der Wissenschaften in Warschau befindet.
Bildbericht

Campus der Donauuniversität Krems – Gebäude der ehemaligen
Tabakfabrik
mit Durchgang zum neuen Pavillon

Der neue Pavillon des Campus

Hinter der Glasfassade des Pavillons sieht man die Weinberge der Umgebung.

"Teppiche" aus Mosaiksteinchen zieren die moderne Architektur

Prof. Falkenhagen zeigt die im Zentrum für Biomedizinische Technologien
entwickelten Adsorberkapseln des Prometheus-Systems, die zur
Blutreinigung bei Leberversagen dienen sowie den Prototyp der neuen
Anlage
|