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Vortragsreihe zur Polnischen Literatur –
Ausgewählte Fragen und Neue Zugänge
im Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie
der Wissenschaften in Wien
Das Wissenschaftliche Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften initiierte im März 2007 eine Vortragsreihe zur polnischen Literatur. Diese Reihe hat zum Ziel, literaturinteressierten HörerInnen die polnische Literatur näher zu bringen und zu eigenen vertiefenden Recherchen anzuregen. Mitveranstalter dieser Reihe ist das Institut für Slawistik der Universität Wien. Prof. Dr. Alois Woldan, Ordinarius an diesem Institut, eröffnete am 27. März 2007 im Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien die Reihe mit dem ersten Vortrag mit dem Titel „Literatur und Kultur der Moderne – die Zeitschrift ¯YCIE.
Univ.-Prof. Alois Woldan, der nach jahrelangem Wirken an den Universitäten von Salzburg und Passau seit dem Jahr 2005 am Institut für Slawistik der Universität Wien die polnische Literatur- und Kulturgeschichte vertritt, stellte in seinem hochinteressanten Vortrag die polnische Jugendstilzeitschrift ¯YCIE vor. Er würdigte vor allem die zahlreichen grafischen Illustrationen der Zeitschrift und brachte diese seinem Publikum anhand zahlreicher Abbildungen in Form von Overheadfolien nahe. Die Zeitschrift ¯YCIE, die trotz ihres kurzen Erscheinens (1897-1899) zu den wichtigsten Organen der Polnischen Moderne zählt, brachte neben Beiträgen führender Vertreter der M³oda
Polska, des Jungen Polen, sowie bedeutender Autoren der europäischen Moderne auch Reproduktionen von Arbeiten der bekanntesten polnischen und europäischen Maler um 1900. Als Tygodnik Illustrowany (Illustrierte Wochenschrift) wollte die Zeitschrift aber auch selbst Kunstwerk sein, ganz im Sinn prominenter Vorbilder aus Paris, München und Wien, die auf ihren Seiten Text und Bild zu einem Kunstwerk sui generis verbindet. Eine ganze Reihe von heute teils bekannten, teils vergessenen polnischen, österreichischen, tschechischen und jüdischen Künstlern trug zur graphischen Gestaltung des Blatts bei, allen voran Stanis³aw Wyspiañski, dem eine Zeit lang die künstlerische Konzeption unterlag.
Musikalisch umrahmt wurde der Vortrag durch ein Konzert der aufstrebenden jungen Pianistin Natalia Sawo¶cianik-Rehling, die Werke von Karol Szymanowski, Fryderyk Chopin und Robert Schumann zur Aufführung brachte.
Im König Jan III Sobieski-Saal wurden im Rahmen einer Ausstellung auch die Bilder der in Tulln lebenden Malerin Anna Kandler präsentiert. Die Künstlerin ist Absolventin der Akademie der Schönen Künste in Warschau.
Anschließend lud das Wissenschaftliche Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien noch zu einem kleinen Empfang in den Rittersaal. Die Gäste – es waren etwa 40 erschienen, darunter viele Freunde und Bekannte des Zentrums, erfreulicherweise fanden aber auch literaturinteressierte Gäste zum ersten Mal ihren Weg ins Zentrum - hatten also noch reichlich Gelegenheit, Univ.-Prof. Woldan ergänzende Fragen zu stellen.






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