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15.
März 2004
König
Jan III Sobieski-Saal
im Wissenschaftlichen Zentrum der PAW in Wien
Am
15. März 2004 fand im Wissenschaftlichen Zentrum der
Polnischen Akademie der Wissenschaften ein herausragender
literarisch-musikalischer Abend statt, der dem Astronomen und
Mathematiker Nikolaus Kopernikus gewidmet war. Ziel des Abends
war es, den zahlreich erschienenen Gästen das Leben dieses
großen polnischen Wissenschaftlers anhand von szenischen
Darstellungen aus dessen Leben näher zu bringen. Der
musikalische Teil des Abends bestand aus einem eindrucksvollen
Konzert, in dem polnische Renaissancemusik zur Aufführung
gebracht wurde.
Nach
den herzlichen Begrüßungsworten seitens des Direktors des
Zentrums, Univ.-Prof. Dr. Marian A. Herman, stellte Prof.
Doris Tarlowski, Generalsekretärin der Österreichischen
Chopin-Gesellschaft sowie Hauptgestalterin des Abends, Genese
und Konzeption des Abends kurz vor. Im Besonderen ging sie auf
die Persönlichkeiten im Umfeld des großen Astronomen ein,
unter ihnen auf seinen Onkel und Förderer Lucas Watzenrode,
Bischof von Ermland, sowie auf Wojciech
von Brudzewo, Professor
für Mathematik und Astronomie und Dekan an der Krakauer
Jagiellonischen Universität, von dem Kopernikus vermutlich
zahlreiche Anregungen erhielt.

Prof. Marian A.
Herman

Prof. Doris Tarlowski
Idee und Text der szenischen Darstellungen aus dem Leben
Kopernikus gehen auf den polnischen Regisseur und Direktor des
Rhapsodischen Theaters, Dr. Mieczyslaw Kotlarczyk, zurück. Übersetzt
wurden sie von Prof. Doris Tarlowski. Die verschiedenen Rollen
wurden von den Schauspielern Mario
Hellinger,
Jean-Jacques Pascal und Rudolf
Wanka verkörpert. In der ersten Szene lernen wir den jungen
Kopernikus im Gespräch mit Wojciech
von Brudzewo kennen, Kopernikus formuliert erste Ideen und Überlegungen
bezüglich eines heliozentrischen Weltbildes anstelle des
bisher unumstößlich geltenden ptolemäischen, geozentrischen
Weltbildes. Die zweite Szene führt uns nach Italien: Leonardo
da Vinci entwickelt im Gespräch mit dem italienischen Maler
Boltraffio die Idee eines heliozentrischen Weltbildes und erfährt
zu seiner Überraschung, dass Kopernikus ein solches bereits
entwickelt hat. Die dritte und letzte Szene führt uns nach
Polen, genauer gesagt nach Frombork, wo Kopernikus die letzten
Jahre seines Lebens verbrachte, zurück: In
Frombork übernahm Rhaeticus, nur zwei Jahre vor Kopernikus'
Tod, dessen endgültiges Manuskript. Kopernikus zögerte dabei
sehr lange. Die Gegenstimmen von Bischof Watzenrode, seinem
Onkel und Förderer in seinen Studienjahren, stammen aus früheren
Jahren, als Kopernikus seine ersten Niederschriften unter dem
Titel "Commentariolus"
(1506 -1507) veröffentlichte und der Bischof dies mit großem
Druck zu verhindern versuchte: Mit den Worten "De
revolutionibus orbium coelestium", dem Titel von
Kopernikus Hauptwerk, schloss die eindrucksvolle Präsentation.

Mario
Hellinger,
Jean-Jacques Pascal und Rudolf
Wanka
Nicht
minder eindrucksvoll war das Konzertprogramm: Das Breslauer
Streichquartett brachte in folgender Zusammensetzung - Andrzej Wo¬nica
(Violine),
Katarzyna Wo¬nica
(Violine, Alt), Urszula
Marciniec-Mazur
(Violoncello), Wiktor
Szymajda
(Klavier,
Cembalo) folgendes Programm zur Aufführung:
Stanis³aw Sylwester Szarzyñski: Jezu spes mea
Stanis³aw Sylwester Szarzyñski: Pariendo non gravaris
Adam Jarzebski: Chromatica
Bart³omiej Pekiel: aus „Audite mortales“:
„Heu me mizerum“
„Quis accepit manum meam“ K
Stanislaw Sylwester Szarzyñski: Salve Regina
Als Solisten traten Kazimierz Myrlak, Tenor und Agnieszka J. Szumi³o,
Sopran, auf.

Das Breslauer
Streichquartett

Agnieszka J. Szumi³o

Kazimierz
Myrlak
Nach
der beeindruckenden Darbietung, die begeisterten Beifall beim
Publikum fand, fanden sich sämtliche Mitwirkende des Abends
sowie die Gäste zu einem symbolischen Gläschen Wein sowie
lebhaften Gesprächen im Rittersaal des Zentrums ein.
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