|
16.
Februar 2004
Am
16. Februar 2004 fand im Nikolaus Kopernikus-Saal im
Wissenschaftlichen Zentrum der PAW in Wien
ein Seminarabend zum Thema
Die
Probleme der gegenwärtigen Geriatrie
am Beispiel des Vortrags:
Jung
für ewig: Lässt
sich der Traum von
Dorian Gray verwirklichen?
Nach
den Begrüßungsworten seitens des Direktors des
Wissenschaftlichen Zentrums der PAW, Univ.-Prof. Dr. Marian A.
Herman, machte die Referentin
des Abends, Frau Univ.-Prof. Dr. Jozefa Gadek-Wesierski
(Medizinische Universität Wien), die zahlreich erschienenen Gäste
aus den Kreisen der österreichischen und polnischen
Wissenschaft mit den neuesten Erkenntnissen der Biochemie
hinsichtlich des Alterungsprozesses vertraut.
|

|

|
|
Univ.-Prof. Dr. Jozefa Gadek-Wesierski
während ihres Vortrags |
Zunächst ging sie
ausführlich auf die Faktoren ein, die den Alterungsprozess von
Zellen regulieren und damit für die Alterung von Organismen
verantwortlich sind. Anhand von zahlreichen Aufnahmen erläuterte
die renommierte Forscherin das biologische Verhalten von Zellen
sowie der "mitotic clock", die die bereits
absolvierten Zellteilungen registriert. Besonderes Augenmerk
schenkte die renommierte Forscherin der Bedeutung der Telomeren
sowie der Telomerase, eines Telomer-verlängernden Enzyms, dem
eine Schlüsselfunktion bei der Erfüllung des Menschheitstraums
von ewiger Jugend zukommen könnte. Bedauerlicherweise kann sich
die unbegrenzte Zellteilung auch als gefährlich erweisen, ist
sie ein Merkmal der Krebszellen. Nach
einer Pause, in der die Referentin für die zahlreichen Fragen
des interessierten Publikums zur Verfügung stand, widmete Frau
Prof. Dr. Gadek-Wesierski dem Thema, wie jeder einzelne durch
gesunde Lebensführung den Alterungsprozess hinauszögern kann
beziehungsweise selbst dazu beitragen kann, ein möglichst hohes
Lebensalter zu erreichen. Die Wissenschaftlerin empfahl den höchst
interessiert lauschenden Zuhörern ausgewogene und vernünftige
Ernährung (möglichst wenig Fette, Verzicht auf
Nahrungsaufnahme nach 19 Uhr), mäßigen Alkoholkonsum,
Nikotinabstinenz, ausreichenden Schlaf, anregende geistige Betätigung,
Vermeidung von Stress, ausreichend Bewegung (ca. 2 - 3 mal pro
Woche) sowie eine erfüllte Beziehung. Vor dem
Hintergrund der Tatsache, dass die Lebensdauer von Individuen
einer Art nur zu etwa 35 % genetisch bedingt ist, kommen
Faktoren der gesunden Lebensführung große Bedeutung
zu.
Zum
feierlichen Ausklang des Abends wurden die Gäste zu einem Gläschen
Champagner eingeladen.
|