WISSENSCHAFTLICHES ZENTRUM
DER POLNISCHEN AKADEMIE
DER WISSENSCHAFTEN IN WIEN


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       SEMINARABEND

                                                   
aus dem Zyklus 
                                               „Wissenschaft im Dienste der Menschheit”
 

im Wissenschaftlichen Zentrum der PAW in Wien
17. März 2003 

Am 17.03.03 fand im König Jan III Sobieski-Saal im Wissenschaftlichen Zentrum der PAW in Wien ein Seminarabend statt, der der Diagnostik von Krebserkrankungen sowie der Antikrebstherapie gewidmet war. Die Referenten des Abends waren Prof. Dr. hab. Jozefa G±dek- Wêsierska vom Institut für Krebsforschung an der Universität Wien, Dr. med. Miros³aw Lech vom Institut für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Medizinischen Akademie in Gdañsk sowie Dr. Ernst Porpaczy, Geschäftsführer der Firma Altana Pharm.

 
Prominente Teilnehmer des Seminars Der König Jan III Sobieski-Saal

Im ersten Vortrag des Abends, "Das p53Gen: Ein Gendarm des Genoms und Hoffnungsträger für eine neue Antikrebstherapie Gen p53" stellte Frau Prof. G±dek- Wêsierska  die jüngsten Errungenschaften auf dem Gebiet der genetischen Methoden der Krebsbekämpfung vor. Die Vortragende wies darauf hin, dass sich die Forschung während der letzten 10 Jahre dahin gehend entwickelt hat, die molekularen und genetischen Entstehungsbedingungen besser des Krebses zu verstehen, was es in der Folge möglich macht,  entsprechende Therapiemethoden  zu entwickeln. Weiters wies die Vortragende darauf hin, dass die Entdeckung des Gens p53 eine große Hoffnung für die Antikrebstherapie darstellt, das die Entstehung von Krebszellen verhindern kann. Der Vortrag wurde durch viele höchst interessante Folien illustriert, die den zahlreich erschienenen Seminarteilnehmern in hervorragender Art und Weise das schwierige Thema näherbrachten.

Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, die vom Moderator des Abends, Herrn Prof. Marian A. Herman, geleitet wurde.

Der zweite Vortrag wurde von Herrn Dr. Ernst Porpaczy gehalten, er machte die Teilnehmer mit den Geheimnissen der Entwicklung neuer Medikamente vertraut sowie mit der Markteinführung seitens der Verkäufer. Er unterstrich, dass im Prozess der Entwicklung eines neuen Medikaments die Etappe der wissenschaftlichen Studien eine außergewöhnlich große Rolle spielt, insbesondere in den Bereichen Toxikologie, Chemotechnologie sowie der Verträglichkeit des Medikaments seitens der Patienten. Die Zeitspanne zwischen dem Beginn der Forschungen bis zur Markteinführung beträgt einige Jahr. Auf den Vortrag folgte eine Diskussion, die sich hauptsächlich mit den finanziellen Aspekten der pharmazeutischen Produktion befasste sowie mit der toxikologischen Sicherheit der potentiellen Patienten.

Der letzte Vortrag war jener von Herrn Dr. Miros³aw Lech Die Diagnostik von Krebserkrankungen sowie deren Therapie bei Frauen mit Krebserkrankungen der Fortpflanzungsorgane". Nach einer kurzen Einführung in polnischer Sprache seitens Dr. Lechs wurde dieser Vortrag von Herrn Prof. Romuald Piosik in einer deutschen Übersetzung vorgelesen. Der Referent machte darauf aufmerksam, dass die Erkenntnisse in der Diagnostik von Krebserkrankungen eng mit den Errungenschaften in den Bereichen Technik und Biologie, insbesondere der Elektronik und Biotechnologie, verbunden sind. Die Elektronik und die Biotechnologie haben einen überaus großen Einfluss auf das Niveau der Entwicklung des Ultraschalls, der Röntgendiagnostik sowie der Mammographie. Die genetische Diagnostik ermöglicht es, die Art der Krebszellen sowie ihre genetische Veränderung zu bestimmen. Dr. Lech wies aus diesem Grund darauf hin, dass sich einer solchen genetischen Untersuchung auch jene Personen unterziehen sollten, in deren Familie bereits eine Krebserkrankung auftrat. Eine erfolgreiche Therapie ist von einer frühzeitigen Diagnose dieser Erkrankung sowie deren Entwicklungsstadium abhängig. Eine frühzeitig durchgeführte Operation mit dem Ziel der Entfernung der Fortpflanzungsorgane, ergänzt durch Chemotherapie sowie Bestrahlung, kann den Patienten Heilung bringen. 

Der abschließende Teil des Vortrags von Herrn Dr. Lech waren etwa 30 Folien, die die verschiedenen Phasen bei Operationen zur Entfernung von Krebs, durchgeführt an der Medizinischen Akademie in Gdañsk, zeigten. Die Eindrücklichkeit dieser Aufnahmen erlaubte es, zum einen das Engagement der  Medizinischen Akademie in Gdañsk anerkennend zu bewundern, zum anderen die zerstörerischen Auswirkungen von Krebserkrankungen auf den Organismus zu erkennen. 



Oben links: Prof. G±dek- Wêsierska
Oben rechts: Dr. Ernst Porpaczy
Unten rechts: Dr. Miros³aw Lech
Unten links: Prof. Roman Piosik 

 

Der Abend fand bei einem kleinen Imbiss sowie einem symbolischen Gläschen Wein im Rittersaal des Zentrums der PAW seinen Ausklang. 

                                                 

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