WISSENSCHAFTLICHES ZENTRUM 
der POLNISCHEN AKADEMIE 
der WISSENSCHAFTEN
 
in
WIEN


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                                    INTERnaTIONALE 
                                    REVIEW ConferencE:
                                    TRIBOLOGIE: 
                                 WissenSchaftliche Grundlagen und Anwendungen

 In der Zeit vom 23. - 27. April 2003 fand im Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften eine internationale Review Conference über die wissenschaftliche Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Tribologie (Reibungslehre) zwischen Österreich und Polen sowie ihren Partnern aus weiteren Ländern, insbesondere aus den Ländern Mittel- und Osteuropas, statt.

Ziel der Konferenz war es, die wissenschaftlichen Errungenschaften und das Forschungspotential der Laboratorien und der Forschungsgruppen, die sich in den genannten Ländern mit  Tribologie beschäftigen, darzustellen, um auf diese Weise die Zusammenarbeit in diesem Fachgebiet anzuknüpfen oder fortzusetzen.

An der Konferenz nahmen 50 Wissenschaftler teil, herausragende Experten auf den Gebieten der Grundlagenforschung sowie der praktischen Anwendung der Tribologie. Diese kamen aus 12 Ländern, 24 von ihnen kamen aus Polen, 13 aus Österreich, 2 aus den USA, 2 aus Japan, 2 aus Bulgarien, 2 aus Bulgarien, 1 aus Tschechien, 1 aus Russland, 1 aus Griechenland, 1 aus Holland, 1 aus Litauen und 1 aus Deutschland.

Anlässlich der Eröffnung der Konferenz wurden die folgende Grußadressen verlesen:

Von österreichischer Seite: Prof. Dr. habil. Herbert Mang, Generalsekretär der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Ministerialrätin Dr. Anneliese Stoklaska, BM für Bildung, Wissenschaft und Kultur der Republik Österreich sowie Univ.-Prof. Friedrich Franek, Vorsitzender der Österreichischen Tribologischen Gesellschaft;

Von polnischer Seite: Ihre Exzellenz Prof. Dr. habil. Irena Lipowicz, Botschafterin der Republik Polen in Österreich

Sämtliche Referate, die während der Konferenz vorgetragen wurden, werden Ende 2003 in Form einer Monographie im Verlag des Zentrums zur Verbreitung der Wissenschaft der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau erscheinen.

In den Abendstunden des ersten Konferenztages, am 23. April 2003, fand die Eröffnungssession der Konferenz statt. Nach der Begrüßung der zahlreich erschienenen Gäste seitens des Direktors des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Univ.-Prof. Dr. Marian A. Herman, wurde von Prof. Czes³aw Kajdas, Professor an der Technischen Universität Warschau, der Eröffnungsvortrag zum Thema Physik und Chemie in der Tribologie verlesen. 

Prof. Marian A. Herman begrüßt die Konferenzteilnehmer Prof. Czes³aw Kajdas während seines Vortrag

Danach richteten die prominenten Gäste der Konferenz, die offiziellen Vertreter der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, des BM für Bildung, Wissenschaft und Kultur der Republik Österreich sowie der Österreichischen Tribologischen Gesellschaft ihre Grußadressen an die Konferenzteilnehmer.

   

Grußadressen:
Von links: Prof. Mang, Prof. Franek sowie 
Ihre Exzellenz Prof. Dr hab. Irena Lipowicz

Anschließend brachte das Ensemble „Die Strotter“ ein Konzert mit Wiener Musik zur Aufführung. Der Abend fand bei einem Gläschen Wein und einem kleinen Imbiss mit traditionellen Gerichten seinen Abschluss.


Das Ensemble  „Die Strotter"


Prominente Gäste:
Von rechts:
Prof. Dr. Friedrich Franek, Vorsitzender der Österreichischen Tribologischen Gesellschaft,
Dr. Anneliese Stoklaska, Sektionschefin im österreichischen BM für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Prof. Dr. Herbert Mang, Generalsekretär der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Der zweite Tag der Konferenz war dem Besuch von zwei Forschungszentren außerhalb Wiens gewidmet, wo auf dem Gebiet der Tribologie geforscht wird. Die Konferenzteilnehmer wurden mit dem Bus vom Wissenschaftlichen Zentrum der PAW in das Österreichische Forschungszentrum nach Seibersdorf gebracht. Der Besuch begann mit der Begrüßung der Teilnehmer durch Dr. Andreas Merstallinger, der in seinem Kurzreferat die wissenschaftliche Forschung, die in Seibersdorf  im Bereich der Materialwissenschaften durchgeführt wird, vorstellte, darunter die Tribologie in der Weltraumforschung, insbesondere hinsichtlich des Verhaltens von Materialien unter den schwierigen Bedingungen der Rückkehr von kosmischen Objekten in die Atmosphäre.

Nach dieser Einführung wurde ein Referat zum Thema Tribologie im Vakuum und im Prozess des „Kalten Schweißens“ verlesen.

Anschließend wurden die Seminarteilnehmer in Kleingruppen aufgeteilt, die durch das Forschungszentrum Seibersdorf geführt wurden.

Zweiter Programmpunkt an diesem Tag war der Besuch des Österreichischen Kompetenzzentrums im Bereich der tribologischen Forschung AC2T in Wiener Neustadt. Prof. Friedrich Franek, Direktor des Kompetenzzentrums AC2T, war der Gastgeber. Es fanden dort zwei Konferenzsessionen statt. Im Rahmen der ersten Session, die dem Phänomen der Reibung und der damit verbundenen Störung der Oberfläche gewidmet war, wurden drei Plenarvorträge gehalten, die großes Interesse sowie eine lebhafte Diskussion hervorriefen. Danach kam es zu einer Pause von einer halben Stunde, während derer die Konferenzteilnehmer die Laboratorien des AC2T Kompetenzzentrums besichtigten.

Die zweite Einheit nach der Pause galt den Messtechniken, die in der Tribologie eingesetzt werden. Es wurden zwei Plenarvorträge gehalten sowie zwei contributed presentations. Der Aufenthalt in Wiener Neustadt fand mit einem Empfang beim Bürgermeister der Stadt seinen Ausklang, anlässlich dessen die weiteren Pläne bezüglich des Aufbaus eines Forschungszentrums in Niederösterreich erläutert wurden. Mit einem symbolischen Gläschen Wein sowie Erfrischungen ging dieses Treffen zu Ende.

Der dritte Konferenztag am 25.4.2003 war einem besonderen Symposium gewidmet. Dieses fand im Lesesaal der Bibliothek des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien statt und bestand aus vier Sessionen, die sich mit den folgenden Themen beschäftigten:

1) Zerstörung der reibenden Oberflächen und die damit verbundenen chemischen Reaktionen und
Abgase der Oberfläche im Vakuum
2) Untersuchungen der Prozesse von Triboemission sowie Katalyse im Hochvakuum
3) Tribologie im Hochvakuum
4) diverse Probleme der Tribologie


Die Konferenzteilnehmer 
während einer Konferenzsession

Der vorletzte Konferenztag am 26.4.2003 begann an der Technischen Universität Wien, Institut für Physik. Die beiden Sessionen, die dort stattfanden, betrafen die Physik der Oberflächen bei Trockenreibung.

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und konnte für Stadtbesichtigungen genutzt werden. Die letzte Session, die wiederum im König Jan III Sobieski-Saal im Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien abgehalten wurde, galt den Problemen der Tribologie, die bei Lagersystemen auftreten. Es wurden vier Vorträge gehalten, die großes Interesse fanden und eine lebhafte Diskussion hervorriefen.


Konferenzsaal am Abend des 26. Aprils 2003;
 Dr. A. Król, Technische Militärakademie Warschau, 
während seines Vortrags

Der letzte Konferenztag war Sonntag, der 27. 4. 2003. An diesem Tag fanden zwei Sessionen statt, die erste war den im Umfeld der Tribologie auftretenden chemischen Problemen gewidmet, sechs contributed presentations wurden vorgetragen. 


Der Konferenzsaal am letzten Tag der Konferenz am 27.04.2003 
Rechts vorne: Prof. M. Furey, USA


Ganz links: Prof. F. Franek, Vorsitzender am letzten Konferenztag 

Nach der Kaffeepause begann die Abschlusssession der Konferenz. Als erster referierte Prof. Krzysztof Kurzyd³owski, stellvertretender Vorsitzender des Komitees für wissenschaftliche Forschung in Warschau. Im Rahmen seiner invited presentation sprach dieser über mikroskopische Techniken sowie Nanotechniken, zur Charakterisierung von Materialien, die ihre Eigenschaften im Prozess der Schmierung verändern. 


Prof. Krzysztof Kurzyd³owski, stellvertretender Vorsitzender des Komitees für wissenschaftliche Forschung 
in Warschau während seines Vortrags

Prof. Friedrich Franek, Direktor des Kompetenzzentrums AC2T strich in seinem abschließenden Resümee die wissenschaftliche Erkenntnisse der Konferenz heraus. Prof. Marian A. Herman dankte anschließend den Konferenzteilnehmern für ihre aktive Teilnahme und erläuterte die Rahmenbedingungen für die Publikation der Conference proceedings.

                                                 

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