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31. März
2003
Am
31. März fand im Lesesaal der Bibliothek des Zentrums der PAW
in Wien das fünfte historische Seminar statt, das Sigismund
III. Wasa, König von Polen, seiner Persönlichkeit und seinem
Image gewidmet war.
Referent
des Abends war Prof. Dr. Walter Leitsch, emer.
Univ.- Professor der Universität Wien (wirkliches
Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften,
Autor einer großen Zahl von Büchern und Publikationen
zur Geschichte Mittel- und Osteuropas).

Prof.
Marian A. Herman begrüßt die Gäste
Zu
Beginn des Abends begrüßte der Direktor des Zentrums, Prof.
Marian A. Herman, die Gäste, und stellte den Referenten kurz
vor. Er wies gleichfalls darauf hin, dass der Zyklus der
historischen Seminare - dieser war der Geschichte Polens
vom Beginn des polnischen Staatswesens bis zum Ende des 17.
Jahrhundert gewidmet - mit dem Seminar an diesem Abend zu
Ende ging. Der Zyklus historischer Seminare wird aber
fortgesetzt, der Schwerpunkt wird in Hinkunft die Geschichte
Polens im 20. Jahrhundert betreffen.
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Prof.
Leitsch während seines Referats |
Professor
Leitsch stellte in seinem Referat die Persönlichkeit König
Sigismunds III. vor und betonte insbesondere die historische
Notwendigkeit einer Abänderung des derzeit herrschenden Image
des Königs als einen schwachen Herrscher ohne jegliche
politische Ambitionen Prof. Leitsch unterstrich die
Vorzüge seines Charakters, seine vielfältigen Interessen,
beginnend mit der Politik bis hin zur Kunst (hier
insbesondere die Musik).
Im
ersten Teil seines Referats konzentrierte sich der Referent auf
die Beziehungen zwischen Jan
Zamoyski, Krongroßkanzler und Krongroßhetman, und
Sigismund III. im Verlauf des ersten Abschnitts seiner
Herrschaft. Er betonte die negative Rolle des Kanzlers Zamoyski,
die dieser bei der Entstehung des Image von Sigismund III
spielte.
Im
zweiten Teil des Referats konzentriere sich Prof. Leitsch auf
eine ausführliche Darstellung der positiven Eigenschaften des Königs,
der in Polen über 44 Jahre herrschte, also länger als die
Mehrheit der polnischen Könige.
Ein
bedeutendes Ereignis während seiner Herrschaft war die von
Sigismund III. veranlasste Verlegung der Hauptstadt Polens von
Krakau nach Warschau, die Prof. Leitsch hinsichtlich ihrer
politischen und ökonomischen Hintergründe genau erläuterte.

Die Gäste des
Abends
Nach
dem Vortrag entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Unter den
vielen Fragen, die an Prof. Leitsch gerichtet wurden, seien die
Probleme des polnischen Staats nach der Regierungszeit Sigismund
III. genannt, also während der Herrschaft seines Sohnes
W³adys³aw IV. Die Diskussion wurde anschließend bei Kaffee
und einem symbolischen Gläschen Wein fortgesetzt.
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