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Geschichte:
Das Wissenschaftliche Zentrum
der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien wurde am
25. Januar 1991 unter Beisein von bedeutenden Persönlichkeiten aus
Politik und Wissenschaft Polens und Österreichs eröffnet.
Ziel des Zentrums ist es, durch seine
vielfältigen Aktivitäten und Initiativen die Jahrhunderte alte
Tradition der österreichisch-polnischen wissenschaftlichen
Zusammenarbeit fortzusetzen und Initiativen anzuregen, deren
Ziel die Vertiefung der gegenseitigen Beziehungen ist.
Zur
Geschichte des Zentrums
von seinen Anfängen im Jahre 1908 bis zur Gegenwart
Der Eröffnung waren zehn Jahre lang währende
formal-rechtliche Anstrengungen und umfangreiche
Sanierungsarbeiten im Hauptgebäude und im Hofgebäude in der
Boerhaavegasse 25 vorausgegangen - einer Liegenschaft, die
seit dem Jahre 1908 eng mit der Geschichte der in Wien
lebenden Polen verbunden ist
Diese Liegenschaft wurde im
Jahre
1908 von der Polnischen Volksschulgesellschaft in Wien
erworben, ein Ereignis, das in der bis heute erhaltenen
Stiftungstafel mit dem Wappen Polens festgehalten wurde. Gemäß
der Absicht von Julian
£ukaszkiewicz,
einem zu Beginn des 20.Jhdts. in Wien lebenden polnischen
Patrioten und sozial engagierten Priester, sollte die
Liegenschaft unter tatkräftiger Unterstützung von Helena
Baronin Ziemialkowska den in Wien lebenden Auslandspolen
dienen. In dem solcherart entstandenen Polnischen Haus
wurden polnische Bildungsstätten, eine Bibliothek und ein
Lesesaal eingerichtet. Es bestand auch die Möglichkeit, hier
zu übernachten. Im Ersten Weltkrieg wurden hier
Flüchtlinge aus Galizien betreut. 1917 wurde die Polnische
Volksschulgesellschaft in die Stiftung Polnisches Haus
umgewandelt und Hw. Julian
£ukaszkiewicz
zum ersten Stiftungsvorstand gewählt. Ab 1931 stand dem
Stiftungskuratorium der amtierende Botschafter Polens in Wien
vor. Die jahrzehntelange Arbeit der Stiftung wurde nach dem
Anschluss Österreichs an das Dritte Reich unterbrochen. Nach
dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stiftung Polnisches Haus
reaktiviert. Die ständig wachsenden finanziellen
Schwierigkeiten führten jedoch dazu, dass im Dezember 1980
beschlossen wurde, die Stiftung aufzulösen und ihr Vermögen an
die Polnische Akademie der Wissenschaften zu übertragen. Die
Liegenschaft in der Boerhaavegasse 25 war vernachlässigt, in
einem schlechten baulichen Zustand und außerdem vermietet.
Trotz der hohen Sanierungskosten entschloss sich die Polnische
Akademie der Wissenschaften angesichts der besonderen
patriotischen Tradition dieses Ortes zur Rettung der
Liegenschaft. Nachdem zunächst das Hofgebäude saniert worden
war, wurde im Januar 1991 die Arbeit des Wissenschaftlichen
Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien
feierlich aufgenommen. Ein Teil der umgebauten, wunderschön
restaurierten und ausgestatteten Räumlichkeiten wurde den
Organisationen der Auslandspolen, dem Verband der Polen in
Österreich Strzecha und der Arbeitsgemeinschaft
Polnischer Organisationen in Österreich "Forum von Polen" zur
Verfügung gestellt. Die Sanierung des Hauptgebäudes wurde 1997
abgeschlossen, dadurch entstanden günstige Bedingungen für die
Tätigkeit der Wissenschaftlichen Zentrums. Es wurde damit auch
die Möglichkeit geschaffen, wissenschaftliche Kontakte
zwischen Polen und Österreich, die bis ins Mittelalter
zurückreichen, weiterzuentwickeln. |