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Lesung von Dr. Christian Pinter:
Helden des Himmels -
Geschichten vom Kosmos und seinen Entdeckern
unter besonderer Berücksichtigung der
polnisch-österreichischen Beziehungen
in der Geschichte der Astronomie
Aus Anlass des Internationalen Jahres für Astronomie 2009
stellte der Journalist und Politikwissenschaftler Dr.
Christian Pinter sein neues Buch vor, das unter dem Titel
"Helden des Himmels. Geschichten vom Kosmos und seinen
Entdeckern" im Verlag Kremayr & Scheriau erschien. Dieses
leicht verständliche Lesebuch zieht einen Bogen von den Mythen
und der Astronomie der Antike bis hin zur Entdeckung der
kosmischen Expansion und beruht auf die seit dem Jahr
1991 regelmäßig in der renommierten "Wiener Zeitung"
erscheinenden himmelskundlichen Artikel in der renommierten
„Wiener Zeitung“.
Nach den Begrüßungsworten seitens des stellvertretenden
Direktor des Zentrums, Prof. Dr. Bogus³aw Dyba¶ las Dr.
Christian Pinter ausgewählte Kapitel aus seinem Buch. Er ging
dabei insbesondere auf die vielfältigen
polnisch-österreichischen Beziehungen in der Geschichte der
Astronomie ein, für die es zahlreiche Beispiele gibt. So
wird in diesem Buch besonderes Augenmerk auf die
kopernikanische Wende mit all ihren historischen,
philosophischen und theologischen Fragen gelegt. Ohne das
stete Drängen des jungen Vorarlberger Professors Joachim Rheticus hätte der zögernde Nikolaus Kopernikus seine
folgenschwere Kosmologie wohl nie in Druck gegeben. Später war
es der Schwabe Johannes Kepler, der unter anderem in Graz und
in Linz für den Siegeszug der neuen Lehre eintrat. Als der
Danziger Ratsherr und Bürgermeister Johannes Hevel (1611 –
1687) den Sternenhimmel über Danzig vermaß, stand die
neue Lehre bereits weitgehend außer Streit. Johannes Hevel
beschrieb auch ein neues Sternbild, das er dem polnischen
König Jan III. Sobieski widmete, der die Türken vor Wien
geschlagen und Österreich den Weg zur Großmacht geebnet hatte.
Dieses Sternbild – der Sobieskische Schild, lateinisch Scutum
- ist ein Sternbild in der Nähe des Himmelsäquators und wurde
erstmals 1690 im Werk Firmamentum Sobiescianum von Johannes
Hevel beschrieben. Es symbolisiert den Schild, den der König
in der Schlacht trug und so lautete die ursprüngliche
Bezeichnung Scutum Sobiescii („Schild des Sobieski“). Am
Sommerhimmel ist dieses Sternbild bis heute zu entdecken. Auch
auf die Anfänge der Geschichte der Astronomie nahm Dr. Pinter
Bezug und ging ausführlich auf die Astronomie und
astronomischen Konzepte der Antike ein sowie auf die
Etymologie der einzelnen Planetennamen. Nach dem Vortrag kam
es zu einer interessanten Diskussion.
Umrahmt wurde das Konzert von dem bereits traditionellen
Konzert. Anna Gutowska (Violine) und Petra Pogady (Klavier)
spielten Werke von Edith Piaf, Jules Massenet, Frank Sinatra
und Fritz Kreisler.



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