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Kongress:
Globalisierung und Integrative Medizin
Bereits zum zweiten Mal wurde von der Plattform für
interdisziplinäre und interkulturelle Grundlagenforschung in
Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftlichen Zentrum der
Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien eine Konferenz
veranstaltet, die einem weiten Feld von Fragestellungen im
Bereich der Alternativmedizin gewidmet war. Lautete der
Konferenztitel des Vorjahrs „Komparativmedizin“, so firmierte
der diesjährige Kongress, der in der Zeit von 6.-8.November
2007 im König Jan III Sobieski-Saal stattfand, unter dem Titel
„Globalisierung und Integrative Medizin“. Idee,
Konzept und Programmgestaltung lagen in den Händen von
Univ.-Prof. Dr. Friedrich Wallner, der auch den
Eröffnungsvortrag "Integrative Medicine: A Challenge for
Philosophy of Science" hielt. Die
Wissenschaftliche Leitung des Kongresses, der vom
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und der Stadt
Wien gefördert wurde, oblag DDr. Kurt Greiner. Dem
Wissenschaftlichen Beirat gehörten namhafte Wissenschaftler
an, darunter der Physiker Herbert Pietschmann, Prof. emer. der
Universität Wien sowie der Psychologe Giselher Guttmann,
ebenfalls Prof. emer. der Universität Wien.
Der Kongress war in zwei Sektionen gegliedert, die erste galt
dem Fragenkomplex „Globalisierung und Interkulturalität“, die
zweite galt globalen Medizinsystemen. Das breit gefächerte
Vortragsspektrum beinhaltete u.a. zahlreiche Vorträge aus dem
Bereich der traditionellen chinesischen Medizin, darunter den
Vortrag von Günter Gunia, Potsdam, zum Thema „Globalisierung
und Integrative Medizin am Beispiel der Traditionellen
Chinesischen Medizin“ sowie den Vortrag von Lan Fengli,
Shanghai, „Cultural Differences between Traditional Chinese
Medicine and Western Medicine and Globalization of Tradtional
Chineses Medicine“. Auch andere traditionelle Medizinsysteme
wurden berücksichtigt, wie etwa die „Die Mapuche Medizin“,
über die Hugo Renato Ochoa Peres, Valparaiso de Chile
referierte. Neben der Präsentation alternativer Medizinsysteme
und den ihnen zugrunde liegenden Konzepten von Krankheit und
Gesundheit und über die unterschiedlichen Erklärungsmodelle
über die Ursachen von Erkrankungen standen auch Vorträge auf
dem Programm, in denen es vorwiegend um Fragen allgemein
erkenntnistheoretischer Natur ging, anhand derer sich
unterschiedliche Medizinsysteme gliedern lassen, darunter der
Vortrag von Herbert Pietschmann, Wien zum Thema „Notion of
Health in Three Different Ways of Thinking.
Der dreitägige
Kongress, der gut besucht war, insbesondere von zahlreichen
Vertreterinnen und Vertretern der Universität Wien, stieß auf
großes Interesse, was auch die Präsentation der
alternativmedizinischen Vortragsthemen zurückzuführen ist,
die auch außerhalb ihres Ursprungslandes zunehmend Verbreitung
und Anhänger finden.





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