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Seminarabend:
Mazepa. Mythos und Wirklichkeit
Am 25. November 2009 fand im Wissenschaftlichen Zentrum der
Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien auf Initiative
von Univ.-Prof. Dr. Alois Woldan, Universität für Slawistik
der Universität Wien ein Seminarabend statt, der dem
ukrainischen Hetman Ivan Mazepa gewidmet war. Im Verlauf
dieses Abend wurde von österreichischen und ukrainischen
WissenschaftlerInnen das Leben, die Rezeptionsgeschichte sowie
die Widerspiegelung von Ivan Mazepa in Literatur, Musik und
Kunstgeschichte vorgestellt. Besonderer Ehrengast dieses
Abends war SE
Jewhen Czornobrywko,
Botschafter der Ukraine in Österreich.
Nach den Begrüßungsworten seitens des Direktors des
Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der
Wissenschaften in Wien, Univ.-Prof. Dr. Bogus³aw Dyba¶, führte
Univ.-Prof. Dr. Alois Woldan, der auch den weiteren Abend
moderierte, in die Thematik des Abends ein. Der Kosakenhetman
Ivan Hetman gehört in erster Linie der ukrainischen und
polnischen Geschichte und historischen Tradition an. Seine
historische Bedeutung und seine Verbindung mit bedeutenden
historischen Ereignissen und Entwicklungen sowie sein buntes
Leben brachten es jedoch mit sich, dass die Gestalt Mazepas
viele bedeutende Künstler - Komponisten wie P.I. Tschaikowskij
und Franz Liszt, Dichter wie Lord Byron, Aleksander Puschkin
und Juliusz S³owacki und Maler wie Eugène Delacroix und Horace
Vernet - so wie viele weitere inspiererte. Im Jahr 2009 jährt
sich der russische Sieg über Schweden bei Poltawa zum 300.
Mal. Diese Schlacht hat die weitere Geschichte
Ostmitteleuropas entscheidend geprägt. Im Verlauf dieser
Ereignisse spielte Mazepa eine wichtige, wenngleich tragische,
Rolle. Den genauen Hergang der Ereignisse schilderte als
erster Referent Dr. Adam Per³akowski von der Jagiellonischen
Universität Krakau. Frau Dr. Jolanta Doschek vom Institut für
Slawistik ging in ihrem Vortrag auf das Drama "Mazepa" von
Juliusz S³owacki ein und schilderte dessen Entstehungs- und
Aufführungsgeschichte. Dr. Olena Kovtun von der
Taras Szevczenko Universität in
Kiew
referierte über die Rezeption von Mazepa und die
Interpretation seiner Persönlichkeit in den nachfolgenden
Jahrhunderten. Dr.
Oksana
Jacyszyna-Schönherr ging in ihrem resümierenden Vortrag neben
dem politischen Wirken Mazepas auch auf seine private Seite
als Liebling der Frauen ein.
Umrahmt wurde der
Vortragsabend von Musikbeispielen von Franz Liszt sowie
P.I.Tschaikowskij. Zum Abschluss kam ein Konzert mit Werken
von Szymanowski und Corelli zur Aufführung. Die Ausführenden
waren Cezary Kwapisz, Klavier, Natalia Makal, Viola sowie
Damien Lancelle, Gitarre.









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