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Projektpräsentation:
Dr. Damian Szymczak:
Das Ministerium für Galizien.
Geschichte einer Institution. 1871 - 1918.
Im Rahmen der
Reihe "Stipendiaten der Lanckoroñskistiftung" stellte der
Posener Historiker Dr. Damian Szymczak das Projekt seiner Habilitationsschrift, die
der Erforschung des Ministeriums für Galizien gewidmet ist,
vor.
Das im Jahr 1871
entstandene Ministerium für Galizien war für die polnischen
Politiker in der dualistischen Monarchie eine der wichtigsten
Institutionen, die Forderungen nach der Schaffung einer
solchen Einrichtung reichen bis in die Zeit des
Völkerfrühlings zurück. Sie resultierten – damals wie später -
aus der Sehnsucht nach einer Begrenzung des Wiener
Zentralismus sowie der Erlangung einer möglichst umfangreichen
Autonomie für Galizien.
Bis heute wurde das Ministerium für Galizien nicht gründlich erforscht,
wobei diese Lücke in der
Historiographie mit Sicherheit zum Teil aus
Problemen der Quellenlage resultiert, da das Archiv des
Ministeriums während des Zweiten Weltkriegs vernichtet wurde. Die
Forschungsarbeiten erfordern daher umfangreiche Studien in
Archiven anderer Institutionen, mit denen das Ministerium in
Kontakt stand, sowie eine Analyse der Presseberichte,
persönlicher Erinnerungen sowie der politischen Publizistik.
Dr. Damian Szymczak erforscht im Rahmen seiner Arbeit u.a. die Funktionsweise des Ministeriums im politischen System
und der Monarchie, die Bedeutung der Tätigkeit des
Ministeriums für Galizien, wobei auch der Frage nachgegangen
wird, inwieweit die Bedürfnisse der
ukrainischen und
jüdischen Bevölkerung berücksichtigt wurden, die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wie
Statthalterei, Landtag und Landesausschuss, also der
Polenklub, der üblicherweise einen Kandidaten für das
Ministeramt entsandte sowie den Einfluss der politischen Veränderungen in Galizien,
insbesondere nach dem Ende der Zeit der Teilungen sowie zur
Zeit des Ersten Weltkriegs, auf die Besetzung des Ministeriums.



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