STACJA NAUKOWA POLSKIEJ AKADEMII NAUK w WIEDNIU

Wissenschaftliches Zentrum der PAW in Wien

 

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Vortrag von Dr. hab. Jerzy Gaul:
Polonica in österreichischen Archiven

Am 25. September präsentierte Dr. hab. Jerzy Gaul, Dozent im Archiwum G³ówne Akt Dawnych in Warschau, dem polnischen Staatsarchiv, sowie Professor an der Akademia ¦wiêtokrzyska in Kielce in seinem Vortrag die umfangreichen Ergebnisse seiner jahrelangen Forschungstätigkeit und Recherchen in österreichischen Archiven, in deren Rahmen er sich in erster Linie auf die Zeit von 1772 bis 1918 konzentrierte. Die Ergebnisse dieser Inventarisierung sind in der von Dr. hab. Jerzy Gaul veröffentlichten Monographie „Polonica im Österreichischen Staatsarchiv 1772-1918” publiziert, die 2003 in Warschau erschien. Polonica sind in zahlreichen Archiven Österreichs zu finden, allen voran natürlich im Österreichischen Staatsarchiv. Eine besondere Bedeutung hat auch das Archiv des österreichischen Parlaments in Wien, in dessen Beständen befinden sich Unterlagen über polnische Parlamentarier, und zwar sowohl von Mitgliedern des Herrenhauses als auch des Abgeordnetenhauses. Diese waren mit Aufgaben der Gesetzgebung sowie mit der Entwicklung Galiziens betraut. Materialien zur Geschichte Polens befinden sich auch in österreichischen Landesarchiven, wie Recherchen im Kärntner Landesarchiv in Klagenfurt ergaben. Polonica aus dem Zeitraum 1772-1918 finden sich weiters in kirchlichen Archiven, wie etwa im Archiv der Erzdiözese Wien, das ebenfalls gründlich erforscht wurde. Der Vortrag wurde durch zahlreiche Folien illustriert, die Besonderheiten aus österreichischen Archiven zeigten, darunter etwa die Probeschrift des Vaters von Papst Johannes Paul II., in der dieser seine Kenntnisse der polnischen und deutschen Sprache nachgewiesen hatte, Einstellungsvoraussetzung für eine Anstellung als Beamter. Nach dem Vortrag, der auch von zahlreichen Vertretern österreichischer Archive besucht wurde, kam es zu einer lebhaften Diskussion, in deren Verlauf dem Referenten u.a. für seine gründlichen Archivrecherchen gedankt wurde.
Umrahmt wurde der Vortrag durch die Sonate Nr. 2 von Sergei Rachmaninow, interpretiert von der jungen serbischen Pianistin Ivana Alkoviæ.


 

 
 

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