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Projektpräsentation
von drei jungen polnischen Wissenschaftlern:
Am 29. Juni 2009 stellten drei junge
polnische Wissenschaftler im Jan III Sobieski-Saal ihre
wissenschaftlichen Projekte vor. Es wurden drei Vorträge
zu folgenden Themen gehalten:
Mgr Alicja Borys referierte über
"Die Büyükçekmece Brücke in deutschen Reiseberichten über die
Türkei in der Zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts", Mgr Hanna Szczerbak referierte über "Die
neoklassizistische Architektur in Krakau und Podgórze
(1770-1848)" und Mgr Marcin Rudnicki sprach über "Nowa
Cerekwia - Nemcice - Roseldorf: Celtic centres of
supra-regional importance in Central Europe (IIIrd - IInd
century BC)."
Der Vortrag von
Mgr Alicja Borys war einer jener Brücken gewidmet, die zur
Blütezeit des Osmanischen Reichs entstanden - der steinernen
Büyükçekmece-Brücke, die in der Zeit von 1566-1577 errichtet
wurde sowie deren Widerspiegelung in den deutschen
Reiseberichten aus der 2. Hälfte des 16. Jhdt. Diese Brücke
hat sich bis heute erhalten und überbrückt den Kanal, der den
See gleichen Namens mit dem Marmarameer verbindet. Sie liegt
an der Peripherie von Stambul, ungefähr 36 km westlich von der
Altstadt entfernt. Eine mehr oder minder ausführliche
Beschreibung dieser Brücke findet man in der Mehrzahl der
erhaltenen Reiseberichte über die Türkei aus der 2. Hälfte des
16. Jahrhundert, da sie auf der Route nach Konstantinopel bzw.
auf der Hauptroute von Konstantinopel nach Edirne lag. Das an
der Brücke entstandene Städtchen war die erste Station auf der
Route von Konstantinopel, eine Tagesetappe von dieser Stadt
entfernt gelegen. Frau Mgr Hanna Szczerbak stellte in ihrem
Vortrag anhand zahlreicher Abbildungen die neoklassizistische
Architektur in Krakau und Podgórze aus dem Zeitraum von
1770-1848 vor.
Mgr Marcin Rudnicki sprach über die keltische Siedlung "Nowa
Cerekwia" in Südpolen. Dieses Siedlung ist bereits seit dem
Ende des 19.Jhdt. bekannt, doch in der Vergangenheit wurden
dort lediglich vier keltische Münzen gefunden. Die
tatsächliche Bedeutung dieses Ortes wurde erst von
Schatzsuchern erkannt. Im Jahr 2007 begann man den Ort mit
Hilfe von Metalldetektoren zu untersuchen, seither wurden mehr
als 200 keltische und griechische Münzen gefunden, Nowa
Cerekwia ist somit einer der bedeutendsten Fundorte von Münzen
aus der La Tène-Zeit in Mitteleuropa. Diese Funde lassen den
Schluss zu, dass Nowa Cerkwia ein bedeutendes Handelszentrum
war – möglicherweise das einzige, das nördlich der Karpaten
gelegen war und in seiner Bedeutung den Siedlungen in Nìmèice
(Mähren) und Roseldorf (Niederösterreich) vergleichbar ist.
Die an allen diesen drei Orten gefundenen Münzen weisen
viele Ähnlichkeiten auf.





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