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Vortrag von Dr. Magdalena ¯elasko:
Fröhlich auf dem Weg zu Gott.
Vergänglichkeit
und Älterwerden als wesentliche Motive
im Werk Jan Twardowskis
Anlässlich des zweiten Todestages
des polnischen Priesters und Dichters Jan Twardowski (1915 bis
2006) stellte die polnisch-österreichische Slawistin Magdalana
¯elasko Leben und Werk des Dichters, über den sie auch eine
Dissertation am Institut für Slawistik der Universität Wien
verfasst hatte, vor. Nach den Begrüßungsworten seitens des
Direktors des Zentrums, Prof. Bogus³aw
Dyba¶,
sprach Prof.
Dr. Bonifacy Mi±zek,
der die Dissertation von Magdalena ¯elasko betreut hatte, im Rahmen seiner
einführenden Worte über das Leben des Dichters - auch vor dem
Hintergrund der politischen Situation in Polen und deren
dramatischen Veränderungen im Laufe seines Dichterlebens. Er
schilderte weiters das literaturwissenschaftliche Umfeld des
Dichters sowie weitere Vertreter der polnischen katholischen
Poesie. Nach seiner Einführung ergriff die Hauptreferentin des
Abends, Magdalena ¯elasko, das Wort. In ihrem Vortrag widmete
sich diese ganz besonders der Bedeutung des Humors in den
Gedichten des Dichters - insbesondere im Umgang und der
Bewältigung von Leid, Tod und Vergänglichkeit. "Den Priester
Twardowski", so die Referentin, "begleitete das Lächeln in
jedem Augenblick seines Lebens, es war unauflöslich mit seiner
Lebenseinstellung, seinem Gebet verbunden." Auch gegenüber
sich selbst, verlor der Dichter nie den Humor sowie ein
gehöriges Maß an Selbstironie. "Traurigkeit ist eine Sünde
gegen die Hoffnung", so Twardowski.
Besonders
ausführlich widmete sich ¯elasko den letzten Lebensjahren des
Dichters, während derer ihm, bereits von Krankheit gezeichnet,
schwere Prüfungen auferlegt waren. Doch auch in dieser Zeit
war er voll heiterer Gelassenheit und Ruhe. Um seine Gedanken
zum Tod gebeten, sagte er: "Endlich wird alles klar werden -
das ist doch unerhört aufregend. ... Bei diesem Gedanken geht
mir ein Glücksschauer durch und durch."
Nach seinem Tod am
18. Jänner 2006 wurde Twardowski in der "Krypta der
Verdienten" in der seit mehreren Jahren im Bau befindlichen
Kirche der Göttlichen Vorsehung in Wilanów bei Warschau
beigesetzt. An der Beerdigung nahmen Tausende Trauergäste
teil, auch Magdalena ¯elasko.
Die Aufnahmen, die sie während der Begräbnisfeierlichkeiten
machte, zeigte sie dem ergriffenen Publikum am Ende ihres
Vortrags.
Als musikalische
Umrahmung stellte Natalia ¯elasko,
die Schwester von Magdalena
¯elasko
einige Gedichte Twardowskis vor. Diese, auch von Natalia
¯elasko
vertont, wurden von der Künstlerin, die sich darüber hinaus
selbst am Klavier begleitete, voll Gefühl und mit
überzeugendem stimmlichen Timbre interpretiert.






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