Die Josephinische Landesaufnahme von Galizien 1779 - 1783

josephinische landesaufnahme 2Zdzisław Budzyński, Waldemar Bukowski, Bogusław Dybaś, Andrzej Janeczek, Zdzisław Noga (Redaktionskollegium)

Die topographischen Landkarten der Habsburgermonarchie, die in den Jahren 1763-1787 im Rahmen der so genannten Josephinischen Landesaufnahme angefertigt wurden, sind "ein Monumentalwerk, das aus heutiger Sicht zu den hervorragendsten kartographischen Leistungen des späten 18. Jahrhunderts zählt.” (J. Dörflinger, 2004). Einen Teil davon bildet die von 1779 bis 1783 erstellte Landkarte des Königreichs Galizien und Lodomerien, die so genannte Miegkarte. Das kartographische Material der Miegkarte besteht aus 413 Kartensektionen, erstellt im Maßstab 1:28.800, sowie sechs Begleitbänden, die durch ihren Umfang und ihren Detailreichtum beeindrucken.

Am Projekt der Edition der Miegkarte nehmen folgende wissenschaftliche Institutionen teil: Institut für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften  (Mgr Waldemar Bukowski), Pädagogische Universität Krakau (Prof. Zdzisław Noga), Institut für Archäologie und Ethnologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften (Prof. Andrzej Janeczek) sowie die Universität Rzeszów (Prof. Zdzisław Budzyński). Die Durchführung des Projekts in Wien wird von der Polnischen Akademie der Wissenschaften - Wissenschaftliches Zentrum in Wien (Prof. Bogusław Dybaś) koordiniert. Das Zentrum ist dabei vor allem dafür verantwortlich, die Texte der Beschreibungsbände für den Druck vorzubereiten, wobei die deutschen Originaltexte der Beschreibungsbände zusätzlich ins Polnische übersetzt werden. Im Rahmen des Projekts arbeiten die polnischen Institutionen eng mit dem Österreichischen Staatsarchiv (Dr. Robert Rill) zusammen.

Das polnische Projekt reiht sich in den internationalen Kontext der Editionen Josephinischer und Franziszeischer Landkarten ein. In den Jahren 1965 – 1974 wurden 12 Bände mit Karten und 12 Bände mit Beschreibungen der Österreichischen Niederlande herausgebracht. Vor einigen Jahren wurden unter der Ägide von Regierungsinstitutionen und nationalen Akademien der Wissenschaften große Editionsinitiativen in den Ländern der ehemaligen österreichischen Monarchie (insbesondere in Slowenien und Kroatien) in Angriff genommen.

Bis dato erschienen vier Bände der Miegkarte, die Bände I, II IV und V von insgesamt 15 geplanten Bände.

Bd. I enthält die Sektionen 1-30 (westgalizische Gebiete bis etwa Krakau, das jedoch zur damaligen Zeit nicht zum österreichischen Teilungsgebiet gehörte),

Bd. II enthält die Sektionen 31-52 (ein Teil der historischen Wojewodschaft Krakau)

Bd. IV enthält die Sektionen 81-87, 94-101, 109-117, 126-132, 143 (Gebiet zwischen Rzeszów und Sandomierz).

Bd. V enthält die Sektionen 88-93, 102-108, 118-125 sowie 133-142

Bd. VIII enthält die Sektionen 160-162, 180-182, 202-205, 226-229, 251-255 sowie 283-286

Jeder Band enthält weiters einen Einleitungsteil, die Beschreibungen zu den Karten in deutscher Originalsprache sowie in polnischer Übersetzung, ein Verzeichnis der Toponyme sowie Reproduktionen der einzelnen Kartensektionen in Originalgröße.

Diese Publikation wird aus Mitteln des nationalen Programms zur Förderung der Geisteswissenschaften finanziert. Die Herausgeber von Band I und IV sind das Institut für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften, die Pädagogische Universität Krakau sowie die Polnische Akademie der Wissenschaften - Wissenschaftliches Zentrum in Wien.

Die Jury des Stefan-Krzysztof-Kuczyński-Preises für Quellenstudien für das Jahr 2012, der vom Direktor des Instituts für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften gestiftet wurde, erkannte am 29. November 2013 dem Herausgeberteam der Publikation Mgr Waldemar Bukowski, Prof. Dr. hab. Bogusław Dybaś, Prof. Dr. hab. Zdzisław Noga den ersten Preis für das Werk "Die Josephinische Landesaufnahme von Galizien 1779-1783 Bd. 1, Teil A und B sowie Bd. 4, Teil A und B, hrsg. von W. Bukowski, B. Dybaś, Z. Noga zu.

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