Symposium

Bereits zum dritten Mal in Folge fand auch in diesem Jahr in der bewährt guten Zusammenarbeit des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien mit dem Heeresgeschichtlichen Museum Wien ein der europäischen Militärgeschichte - mit dem Schwerpunkt Österreich und Polen - gewidmetes Symposium statt. Das diesjährige Symposium militaricum war dem Zeitraum vom 17. bis zum 20. Jahrhundert gewidmet und vereinte in seinem umfangreichen Vortragsprogramm eine große Themenvielfalt.

In bereits traditioneller Weise wurde das Symposium, das in der Ruhmeshalle des Heeresgeschichtlichen Museums im Wiener Arsenal stattfand, vom Gastgeber und Hausherrn Direktor Dr. M. Christian Ortner eröffnet, im Anschluss sprach Univ.-Prof. Dr. Bogusław Dybaś, Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Er wies u.a. darauf hin, dass der Tagungsband der Konferenz des Vorjahrs "Österreichisch-polnische mililtärische Beziehungen im 20. Jahrhundert" zeitgerecht zur Eröffnung der dritten Konferenz erschienen war. Univ.-Prof. Dr. Bogusław Dybaś hielt auch den ersten Vortrag zum Thema "Die Militärische Revolution in Polen-Litauen. Die Hauptprobleme der Entwicklung des Heerwesens in der polnisch-litauischen Republik im 17. Jahrhundert", in der er die militärische Entwicklung Polen-Litauens in den gesamteuropäischen Kontext einbettete und vor dem Hintergrund der militärischen, gesellschaftlichen und sozialen Entwicklungslinien diskutierte. Ausführlich ging er auch auf den Terminus der "Militärischen Revolution", den diesbezüglichen aktuellen Forschungsstand sowie dessen Anwendbarkeit auf Polen-Litauen ein. Einem höchst interessanten Einzelaspekt war das folgende Referat von Univ.-Prof. Dr. Lothar Höbelt gewidmet, der über die Anwerbungsversuche von 10.000 "Kosaken" seitens Spanien referierte, die gegen den Konkurrenten Frankreich eingesetzt werden sollten.

Die folgenden Vorträge spannten einen weiten Bogen vom 17. bis zum 20. Jahrhundert - von den Reformen der polnisch-litauischen Republik sowie den Prozess der Modernisierung des europäischen Heerwesens im 18. Jahrhundert (Prof. Dr. Tomasz Ciesielski) bis hin zu polnisch-österreichischen militärhistorischen Berührungspunkten in der bewegten Geschichte des 19. Jahrhundert. Frau Dr. Claudia Reichl-Ham referierte über die Geschehnisse im österreichischen Feldzug gegen Warschau im Jahr 1809. Der Stationierung der polnischen Militäreinheiten im Herzogtum Warschau galten die Ausführungen von Prof. Dr. Michał Baczkowski. Dr. M. Christian Ortner widmete seinen Vortrag dem Aufstand in Krakau im Jahr 1846.
Nach der Mittagspause war der Nachmittag dem 20. Jahrhundert gewidmet, in dem u.a. über das polnische Heer in der Zwischenkriegszeit (Dr. Jarosław Centek und Prof. Dr. Aleksander Smoliński) sowie zur Zeit des Stalinismus (Bartosz Kuświk) referiert wurde, weiters über den Warschauer Aufstand (HR Dr. Wolfgang Etschmann) und die polnisch-österreichische Kooperation in friedenserhaltenden Einsätzen (Gen. i. R. Johann Philipp).

Die Vorträge waren von einer intensiven Diskussion bzw. Fragen und ergänzenden Stellungnahmen seitens des Publikums begleitet.   

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