Netzwerk von Interessen und monarchisches Herrschaftszentrum – Der polnische Hof und die Außenbeziehungen in der Zeit der Wasa- Dynastie

Konferenz

An dieser inspirierenden Konferenz nahmen Wissenschaftler von sechs Universitäten (Universität Wien, Universität Warschau, Justus-Liebig-Universität Gießen, Schlesische Universität Katowice, Södertörns Högskola Stockholm, New Europe College Bukarest) teil, die über die Methoden und Ziele der Außenpolitik in der Zeit der Wasa-Dynastie refererierten und diskutierten. Die Konferenz fand im Rahmen eines von Dr. Kolja Lichy und Mag. Oliver Hegedüs initiierte Forschungsprojekts statt. Ziel dieses Projekts ist die Publikation einer historisch-kritischen Ausgabe der Korrespondenz einer geheimnisumwobenen Frauenfigur der Wasa-Zeit, jener von Ursula Meyerin, Kammerdienerin Anna von Österreichs.

Die Konferenzteilnehmer hatten reichlich Gelegenheit, sich darüber zu informieren, auf welche Weise ein raffiniertes Netzwerk von Interessen zwischen den europäischen Höfen gesponnen wurde.

Am 8. März, dem Internationalen Frauentag, brachten die Referenten dem Publikum die Schicksale außergewöhnlicher und einflussreicher Frauen dieser Zeit näher: Ursula Meyerin und Maria Anna von Bayern (Schwiegermutter von Sigismund III. Wasa). Die Konferenzteilnehmer erfuhren viel über die verworrenen Verhältnisse zwischen den Habsburgern und der Wasa-Dynastie - dank der Korrespondenz von Sigismund III., die zur Zeit beforscht und bearbeitet wird, sowie über das Wesen der Mission französischer, britischer, vatikanischer und schwedischer Sondergesandter am polnischen Hof. Weiters wurde die Rolle dieser Gesandten erörtert und darüber debattiert, ob sie als „Diplomaten“ (im heutigen Sinne des Wortes) bezeichnet werden können. Der Versuch, die Begriffe „Diplomat“ und „Diplomatie“ eindeutig zu definieren, rief eine lebhafte Diskussion hervor.

Es wurden auch zwei neue interessante Forschungsprojekte junger Wissenschaftler dargestellt. Eines von ihnen befasst sich mit dem Phänomen religiöser Toleranz im Polen-Litauen im 16. und 17. Jahrhundert, das andere mit den vielfältigen Beziehungen Polen-Litauens zu Moldawien sowie die Schaffung eines Machtgleichgewichts zwischen königlicher Autorität und den Interessen der höfischen Fraktionen.

Auf die einzelnen Vorträge folgte jeweils eine lebhafte Diskussion mit dem Publikum.

Kamila Śniegocka

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