1918-1919 und das Jahrhundert danach. Der Zerfall Österreich-Ungarns und die Anfänge des heutigen Mitteleuropas.

Symposium

Datum: 25. September 2019
Partner: Institut für Donauraum und Mitteleuropa (IDM), Milko Kos Historisches Institut, Ljubljana
Anzahl der TeilnehmerInnen: 74
Sprache: Deutsch

Im Rahmen der Konferenz konnte das zahlreich erschienene Publikation dank der Vorträge von ausgezeichneten Historikern und Diplomaten aus Österreich, Tschechien, Ungarn, Polen, Slowenien und der Slowakei in das Jahr 1918 zurückkehren, das letzte Jahr des Großen Kriegs, in dem auf den Trümmern der Habsburgermonarchie eine Reihe neuer Staaten entstand. Die Veranstalter hatten die Ehre, zahlreiche herausragende Experten zu dieser Thematik als Referenten zu Gast zu haben.

Die Eröffnungsrede über die Situation Mitteleuropas nach dem Ersten Weltkrieg, deren Auswirkungen bis heute spürbar sind, wurde von Botschafter Dr. Emil Brix (Diplomatische Akademie) gehalten. Über die Entstehung der Ersten Republik Österreich berichtete Prof. Arnold Suppan, Österreichische Akademie der Wissenschaften. Der Tschechoslowakei und ihrer politischen Situation nach dem Ersten Weltkrieg waren die Vorträge von Dr. Luboš Velek und Prof. Martin gewidmet. Dr. Gergely Romsics, Ungarische Akademie der Wissenschaften, schilderte die Situation Ungarns zu dieser Zeit. Wie komplex die Situation auf dem Balkan war und unter welchen Umständen das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen entstanden ist, brachte Dr. Gregor Anatoličič dem Publikum näher. Botschafter Dr. Andrej Rahten schilderte auf der Grundlage der Tagebücher von Franz Milcinski das Schicksal Ljubljanas zu dieser Zeit. Dr. Kamil Ruszala stellte die Situation in Polen und Galizien dar, wobei er insbesondere auf die soziale, ökonomische und politische Situation und Probleme, mit denen der neu gegründete polnische Staat konfrontiert war, einging. Einige Referenten illustrierten ihre Vorträge auch mit Powerpointpräsentationen, die ihre Ausführungen mit Fotomaterial aus Archiven sowie Dokumenten aus dem sozialen Leben veranschaulichten.

Im Publikum waren viele prominente Gäste zugegen, u. a. der der österreichische Vizekanzler Dr. Erhard Busek a.D. sowie Angehörige der diplomatischen Vertretungen Sloweniens, Tschechiens, Deutschlands, Polens und der Türkei in Österreich.

Als Krönung des Symposiums kann die Präsentation des Buchs “Nachbarn. Österreichisch-tschechisches Geschichtsbuch” bezeichnet werden. Die Entstehungsgeschichte des Werkes legten zwei Verfasserinnen des Buchs, Dr. Hildegard Schmoller und Dr. Luboš Velek, Mitglieder der Ständigen Konferenz österreichischer und tschechischer Historiker zum gemeinsamen kulturellen Erbe (SKÖTH), dar. Die Konferenz wurde von Mag. Daniel Martinek, Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM), moderiert. Sie darf als Beginn der Zusammenarbeit zwischen der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien und dem Institut für den Donauraum und Mitteleuropa betrachtet werden.

Izabela Wnorowska

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