Herrschaftssymbole Deutschordensburgen

Konferenz und Ausstellungseröffnung

Am 5. Oktober 2009 wurde im Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien  die Ausstellung "Herrschaftssymbole Deutschordensburgen" eröffnet, die vom Schlossmuseum Marienburg gestaltet wurde. Die ehemaligen Deutschordensburgen stellen eines der besonders charakteristischen Merkmale der Landschaft Nordpolens dar. Sie sind ein wichtiges Element und ein sichtbares Zeichen der Tradition und der Geschichte dieser Gebiete. Die Mehrzahl der Burgen blieb, wenn auch in unterschiedlichem Zustand, bis heute erhalten, manche von ihnen nur als malerische Ruinen. Die größten Zerstörungen brachte der Zweite Weltkrieg mit sich. Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Ordensburgen und ihren jeweiligen Erhaltungszustand. Besonderer Anlass für die Ausstellung sind zwei runde Jubiläen, die der Orden in diesem Jahr begeht: zweihundert Jahre Sitz des Deutschen Ordens in Wien sowie siebenhundert Jahre Weihe der Deutschordenskirche in Wien.
Nach der Begrüßung der Gäste richtete der Hochmeister des Deutschen Ordens Dr. Bruno Platter sein Grußwort an die Gäste. Er umriss die Geschichte des Ordens von seinen Anfängen bis zur Gegenwart. In seiner Ansprache unterstrich er u.a. die Bedeutung der marianischen Frömmigkeit sowie die soziale Funktion, die der Orden heute insbesondere bei der Therapie von Suchtkranken wahrnimmt. In der daran anschließenden Grußbotschaft dankte Mag. Marius Mierzwiński, Direktor des Schlossmuseums Marienburg, für die Möglichkeit, die Ausstellung in den Räumlichkeiten des Wissenschaftlichen Zentrums zu zeigen. Als Vertreter der Ausstellungsgestalter stellte Dr. Janusz Trupinda die Konzeption der Ausstellung vor.
In der nun folgenden Konferenz wurden von drei hervorragenden Kennern der Geschichte des Deutschen Ordens drei Vorträge gehalten. Professor Roman Czaja, Historiker von der Universität Thorn sowie Veranstalter der bereits schon seit fast 30 Jahren organisierten Tagungsreihe „Ordines Militares“ über die Geschichte der Ritterorden im Mittelalter für ihre Bereitschaft, referierte über "Das Phänomen des Deutschordensstaates in Preußen" und stellte die Geschichte des Deutschen Ordens beginnend mit der ersten Ansiedlung des Ordens im Kulmer Land an. Dr. Tomasz Torbus, Kunsthistoriker vom Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas in Leipzig sowie hervorragender Kenner der Deutschordensburgen in Preußen referierte über "Die Marienburg vor dem Hintergrund des mittelalterlichen Burgenbaus des Deutschen Ordens" und stellte architektonische Entwicklung der Deutschordensburgen im Gesamtkontext der europäischen Architekturgeschichte vor. Das Referat von Professor Udo Arnold, Historiker von der Universität Bonn sowie Vorsitzender der Internationalen Kommission für die Erforschung des Deutschen Ordens war der Übersiedlung der Deutschordenszentrale von Venedig nach Marienburg im Jahr 1309 und den historischen Hintergründen dieser Übersiedlung gewidmet. Die musikalische Umrahmung wurde von Studentinnen und Studenten der Universität für Musik und Darstellende Kunst, Anna Gutowska, Maria Tepper, Petra Pogady,  Krzysztof Kokoszewski und  Jacek Stolarczyk gestaltet. Sie brachten Werke von Bach, Vivaldi und Debussy zur Aufführung.  Nach der Konferenz hatten die zahlreich erschienen Teilnehmer der Konferenz Gelegenheit, die Ausstellung zu besichtigen sowie mit den Referenten zu diskutieren.

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