Österreichisch-Polnische militärische Beziehungen im 20. Jahrhundert

Symposium

Bereits zum zweiten Mal veranstalte das Wissenschaftliche Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien gemeinsam mit dem Heersgeschichtlichen Museum Wien ein Symposium, das einem Aspekt der gemeinsamen polnisch-österreichischen Geschichte gewidmet war. Während das Symposium im September 2008 unter dem Zeichen der polnisch-österreichischen Militärkontakte von 1618-1918 stand, so war das diesjährige Symposium, das am 6. November 2009 in der Ruhmeshalle des Heeresgeschichtlichen Museums stattfand, den österreichisch-polnischen militärischen  Beziehungen im 20.Jahrhundert gewidmet. Zehn Referenten, fünf von ihnen aus Polen und fünf aus Österreich, stellten in ihren Vorträgen unterschiedliche Zugänge und Forschungsbereiche dieses Themas dar. Der erste Einführungsvortrag wurde von Univ.-Prof. Dr. Lothar Höbelt gehalten. Schwerpunkt der Vormittagssession war die Zeit des Ersten Weltkriegs, der in den folgenden Vorträge aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wurde. Dr. Richard Lein referierte über die österreichisch-polnische Nordostfront in der Zeit von 1914-1918. Einem politischen Thema vor dem Hintergrund der Militärgeschichte widmete sich Dr. Damian Szymczak, der die Entwicklung der polnischen Frage in den Beziehung der Mittelmächte erörterte. Univ.-Prof. Dr. Manfried Rauchensteiner referierte über Suizide unter den Angehörigen der k.u.k Armee. Die Kriegshandlungen aus der Sicht eines Artilleristen, der seine Eindrücke in einem Tagebuch festgehalten hatte, fasste Mag. Przemysław Jaskółowski zusammen. Die Nachmittagssession war den österreichisch-polnischen militärischen Beziehungen in der Zwischenkriegszeit gewidmet. Der zweite Einführungsvortrag wurde von Dr. Maciej Górny gehalten, der die Völkercharakterologie im Verhältnis der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts charakterisierte. Univ.-Prof. Dr. Christoph Augustynowicz nahm die österreichisch-polnischen militärpolitischen Beziehungen in der Zwischenkriegszeit ins Visier. Der II. Polnischen Republik waren die Vorträge von Dr. hab. Przemysław Olstowski sowie von Univ.-Prof. Dr. Jerzy Gaul gewidmet. Dr. Olstowski referierte über die Polnischen Legionen, während Univ.-Prof. Dr. Jerzy Gaul über die Politik Piłsudskis gegenüber der Sowjetunion vor dem Hintergrund der Berichte österreichischer Diplomaten in der Zeit von 1926-1935 berichtete. Im abschließenden Referat von Dr. Wolfgang Etschmann kamen die polnischen Truppenverbände auf der Seite der Westalliierten zur Sprache. Den Vorsitz über die einzelnen Sessionen führten Univ.-Prof. Dr. Dybaś, Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften sowie dessen Stellvertreter Dr. Piotr Oliński sowie der Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums Dr. Christian Ortner und die Leiterin der Bibliothek des Museums Dr. Claudia Reichl-Ham. Mit dem Ausblick auf eine Fortsetzung der gemeinsamen Konferenzen ging das gut besuchte Symposium in den Nachmittagsstunden des 6. Novembers zu Ende.  

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