Otto Forst de Battaglia, der unersetzliche Vermittler zwischen den Kulturen

Konferenz

Anlässlich des 120. Geburtstages dieses großen Europäers und Vermittlers zwischen den Kulturen veranstaltete das Wissenschaftliche Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien am 18. September 2009 eine Konferenz, die dem Leben und Werk dieses Gelehrten gewidmet war.
Im Rahmen der Konferenz referierten namhafte Wissenschaftler aus Polen und Österreich. Nach der Begrüßung der Konferenzteilnehmer seitens des Direktors des Wissenschaftlichen Zentrums, Univ.-Prof. Dr. Bogusław Dybaś, richtete der Generalsekretär der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Univ.-Prof. Dr. Arnold Suppan, sein Grußwort an die Gäste. Er unterstrich die Bedeutung der vielfältigen Zusammenarbeit zwischen der Österreichischen und Polnischen Akademie der Wissenschaften und würdigte die Bedeutung von Otto Forst de Battaglia für das Institut für Slawistik der Universität Wien. Im Verlaufe der Vormittagssession der Konferenz wurde ein weiter Bogen über Leben und Werk von Otto Forst de Battaglia, der im Nachruf von Franz Theodor Csokor als polnischer Erasmus bezeichnet wurde, gespannt. Ihren Anfang nahm die Vormittagssession, die von Frau Mag. Eva Hüttl-Hubert (Österreichische Nationalbibliothek) moderiert wurde, mit den persönlichen Erinnerungen von Ges. Dr. Jakub Forst de Battaglia. Er schilderte in bewegenden und persönlichen Worten das Leben dieses großen Europäers aus der Sicht des Enkels. Im darauf folgenden Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Marek Zybura (Universität Wrocław) wurde die Bedeutung und der Stellenwert der polnischen Literatur im Leben und Werk von Otto Forst de Battaglia, der sich zeit seines Lebens für deren Vermittlung und Verbreitung außerhalb Polens einsetzte, analysiert. Einem biographischen Werk von Otto Forst de Battaglia, dem Porträt von Jan III Sobieski, war der Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Bogusław Dybaś gewidmet. Mit den Anfängen der wissenschaftlichen Laufbahn, der Genealogie, setzte sich Dr. hab. Piotr Oliński auseinander. Nach der gemeinsamen Mittagessen begann auch die Nachmittagssession, die von Frau Mag. Irmgard Nöbauer (Wissenschaftliches Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften) moderiert wurde, mit persönlichen Erinnerungen. Hofrat Prof. Dr. Lorenz Mikoletzky, Direktor des Österreichischen Staatsarchivs und langjähriger Freund der Familie, schilderte die bis in seine Kindheit zurückreichende Freundschaft der beiden Familien. Seine Beziehung zur österreichischen Dichtung sowie als Freund und Weggefährte österreichischer Dichter kamen im darauf folgenden Vortrag von Mag. Christian Teissl (Lyriker und Publizist) zur Sprache. Dr. Krzysztof Huszcza (Universität Wrocław), dessen Dissertation "Polska i Polacy w pracach Ottona Forst de Battaglia" ein grundliegendes Standardwerk ist und auch als Biographie über Forst de Battaglia gelten kann, referierte über die Spuren von Otto Forst de Battaglia in Archivsammlungen. Einem weiteren biographischen Werk von Otto Forst de Battaglia, seiner Karl May-Biographie, war der Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Krzysztof Kuczyński gewidmet. Den Abschluss bildete der Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Alois Woldan (Universität Wien), der über Otto Forst de Battaglia und das polnische Wien referierte. In der Schlussdiskussion wurde u.a. der Wunsch nach einer Herausgabe der Korrespondenz von Otto Forst de Battaglia mit österreichischen Dichtern sowie die Notwendigkeit einer bis dato fehlenden Biographie geäußert.
Sämtliche Vorträge werden als Publikation des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Wissenschaften erscheinen.

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