Stanisław Lem - Zukunftsvisionen im Rückblick

Konferenz

Am 18. Oktober 2011 fand im Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien eine Konferenz anlässlich der 90. Wiederkehr des Geburtstags von Stanislaw Lem, dem großen polnischen Schriftsteller und Visionär, statt. Der Schriftsteller mit umfangreichen wissenschaftlichen Interessen - zunächst studierte er Medizin - entwickelte seine Visionen ausgehend von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Er kombinierte diese mit weitreichenden Überlegungen über Möglichkeiten des menschlichen Denkens, dessen Grenzen und Beschränkungen, aber auch dessen Möglichkeiten und Chancen für die Zukunft.

Zu den bekanntesten Werken Lems gehört der Roman "Solaris" - eine Metapher für die Unzulänglichkeit menschlichen Strebens und die Grenzen menschlicher Erkenntnisfähigkeit. In diesem Roman schildert Lem, wie sich der Mensch darum bemüht, einen fremden Planeten zu erforschen - mit dem Mittel einer neuen wissenschaftlichen Disziplin, genannt "Solaristik". Doch an der Begegnung mit einer fremden Existenz scheitert der Homo Sapiens.

Die zahlreich erschienenen Gäste begrüßte Prof. Bogusław Dybaś, Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums der PAW in Wien. Dr. Thomas Schauer, Direktor des Clubs of Rome - European Support Centre, das Mitveranstalter dieser Konferenz war, führte die Gäste in die Thematik ein. Als erster hielt Prof. Jerzy Jarzębski, Jagiellonen-Universität, sein Referat. Er zeigte vor dem Hintergrund zahlreicher Zitate aus dem Werk von Lem dessen Denkweise. Als nächster Referent stellte Prof. Jacek Rzeszotnik, Universität Wrocław, in seinem Vortrag „Zur Rezeption von Stanisław Lem im deutschen Sprachraum“ den Schriftsteller als Wissenschaftsphilosoph vor. Der letzte Referent an diesem Abend, Dr. Stefan Schmidl, Österreichische Akademie der Wissenschaften, referierte über „Die Popularkultur und Stanisław Lems Herausforderungen“.
Zwischen den einzelnen Referaten kam es einer lebhaten Diskussion mit dem Publikum. Der Abend wurde mit einem „kosmischen“ Konzert gekrönt, in dem Piotr Kościk (Klavier) und Jacek Stolarczyk (Violine) die Mondscheinsonate von Ludwig von Beethoven sowie "Clair de lune" von Claude Debussy zur Aufführung gebracht haben.

Dieses Symposium konnte dank der Zusammenarbeit des Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien und dem Club of Rome - European Support Centre realisiert werden.

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