Sintflut und Simplicissimus. Österreich und Polen im 17. Jahrhundert

Konferenz

Am 9. November 2012 fand in der Ruhmeshalle des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien die bis jetzt fünfte wissenschaftliche Tagung statt, die den österreichisch-polnischen Militärkontakten gewidmet war. Der Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz unter dem Titel „Sintflut und Simplicissimus. Österreich und Polen im 17. Jahrhundert“ bildete das Heereswesen im oben erwähnten Jahrhundert in beiden Ländern. Die Tagung wurde von Dr. M. Christian Ortner, Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums und Prof. Boguslaw Dybas, Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien, eröffnet. Am Symposium nahmen elf Referenten aus Österreich, Polen, Schweden und Weißrussland teil.

Die während der Konferenz gehaltenen Vortage erörterten zahlreiche mit dem Thema des Symposiums verbundene Probleme. Im ersten Teil konzentrierten sich die Teilnehmer auf die Darstellung der politisch-militärischen Situation in Polen-Litauen und die österreichischen Taktik, den Zweifrontenkrieg zu vermeiden. Viel Raum wurde auch den Problemen der Armeelogistik und den Änderungen in der Infanterie gewidmet. Großes Interesse rief jenes Referat hervor, in dem das legendäre und das tatsächliche Antlitz der polnischen Wunderwaffe „husaria“ gegenübergestellt wurde. Die Frage seitens eines Zuhörers, der nach der Beteiligung der polnischen Reiterei am Kampf gegen die deutschen Panzer im September 1939 fragte, zeigt die Macht historischer Vorurteile und erfolgreicher Propaganda. Im zweiten Teil analysierte man sehr detailliert die wichtigsten Schlachten und Feldzüge der damaligen Zeit, u.a. die Schlacht bei Lützen und den Sieg bei Chocim im Jahre 1673. In zwei Referaten wurde die Problematik des Festungs- und Fortifikationsbaus und verschiedener Belagerungsmöglichkeiten aufgegriffen. Einen besonderen Platz nahm jenes Referat ein, in dem die Entwicklung der kaiserlichen Artillerie im 17. Jahrhundert untersucht wurde. Laut des Referenten kam es damals zu keiner großen Änderungen in dieser Formation, man setzte nur die Reformen des 16. Jahrhunderts fort.

An der Tagung nahmen zahlreiche Zuhörer teil, die ihr Interesse durch zahlreiche Fragen zum Ausdruck brachten. Nach Meinung aller Teilnehmer war die Konferenz sehr erfolgreich.

Tadeusz Skwara

 

Photos: Manfred Litschauer

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