Gedenkabend für Doris Tarlowski

Am 19. November 2012 fand im Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien eine Gedenkfeier für eine herausragende Persönlichkeit des polnischen Wiens, die im November des Vorjahrs verstorbene Prof. Doris Tarlowski, statt. Prof. Tarlowski war langjährige Generalsekretärin der Internationalen Chopin-Gesellschaft, Vorstandmitglied der Österreichisch-Polnischen Gesellschaft und aktive Teilnehmerin der Begegnungen des Klubs der Professoren am Zentrum. Die Aufzählung aller ihrer Aktivitätsfelder würde bestimmt ein dickes Buch füllen. An dieser Stelle soll unterstrichen werden, dass die größte Leidenschaft von Frau Professor der Tanz blieb. Noch vor ihrer Emigration nach Österreich, wohin sie 1965 mit ihrem zweiten Mann Alexander Tarlowski emigrierte, war sie eine in ganz Polen bekannte Choreographin und Tanz- und Theaterpädagogin. In Wien setzte sie ihre von zahlreichen Erfolgen geprägte Karriere fort, zu ihrem opus magnum in Wien wurde die Gründung des s.g. Musischen Zentrums, in dem viele Generationen der Kinder dank des Kontakts zur Musik ihre Talente entfalten konnten. Prof. Doris Tarlowski starb am 6. November 2011 im Kreis ihrer Familie nach langer und schwerer Krankheit.

Dieser berührende Abend wurde vom Pianisten Piotr Kościk eröffnet, der die Sonate c-moll Op. 111, 1. Satz Maestoso Ludwig van Beethovens und Fantasie Impromptus cis-moll Op. 66 Frederic Chopins zur Aufführung brachte. Als erster sprach Prof. Bogusław Dybaś, Direktor des Zentrums, der neben der Beschreibung der vielfältigen Aktivitäten von Frau Professor in verschiedenen Bereichen die sie ausstrahlene Wärme und Güte beschrieb. Prof. Dybaś verlas auch den Brief der langjährigen Freunde von Prof. Tarlowski, Monika und Tadeusz Strugała. Prof. Elżbieta Wiedner-Zając, die Vorsitzende des Klubs der Professoren, konzentrierte sich nicht nur auf die Skizzierung ihrer Aktivitäten in der Internationalen Chopin-Gesellschaft,  sondern unterstrich auch die Tatsache, dass Frau Professor eine talentierte Dichterin war. Prof. Theodor Kanitzer hingegen, der Vorsitzende der Internationalen Chopin-Gesellschaft und der Österreichisch-Polnischen Gesellschaft, beschrieb das unvorstellbar große Engagement von Frau Tarlowski  u.a. während der Veranstaltung des Chopin-Festivals in der Kartause Gaming. Mag. Gudrun Schweigkofler-Wienerberger, die jetzige Leiterin des Musischen Zentrums, betonte die große Liebe zu Kindern und ihre Bemühungen um diese, die sie bei der Gründung und Leitung dieses wichtigen Zentrums im kulturellen und pädagogischen Leben Wien stets begleitete. Als letzte sprachen die Töchter von Prof. Tarlowski, Sylwia Rotter und Sandra Perzi-Keplinger, die auf berührende Art und Weise ein weiteres Bild der Heldin des Abends, jenes der liebenden und sorgsamen Mutter und Gattin, vorstellten. Danach fand eine Präsentation von Photos von Prof. Tarlowski aus Familienbesitz statt. Der Abend wurde von Piotr Kościk beschlossen, der das Nocturne Es-dur Op. 9 Nr. 2 Frederic Chopins und Impromptus f-moll Op. 142 Nr. 4 von Franz Schubert zur Aufführung brachte.

Der Gedenkabend für Frau Prof. Doris Tarlowski zählt mit Sicherheit zu den wichtigsten und schönsten Ereignissen im Wiener Zentrum der PAW. Alle Teilnehmer hoben den großen Verlust einstimmig hervor, den der Tod von Frau Tarlowski in unseren Herzen hinterließ. Gleichzeitig konnten wir ihre Anwesenheit unter uns spüren.

Tadeusz Skwara

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