Die Eroberung der City. Politische Architektur in Mitteleuropa 1815-1918

Univ.-Prof. dr hab. Agnieszka Zabłocka-Kos

Am 18. April 2013 fand im Sobieskisaal der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien der Vortrag von Prof. dr hab. Agnieszka Zabłocka-Kos zum Thema "Die Eroberung der Stadt. Politische Architektur in Mitteleuropa 1815 - 1918" statt.
Die Referentin ist Professorin an der Universität Wrocław, Architektin und Kunsthistorikerin. Ihre Forschungsinteressen gelten der Architekturgeschichte und der Urbanistik in Europa im 19. und 20. Jhdt., dem Historismus und dem Modernismus der Nachkriegszeit sowie dem europäischem Kulturerbe. 
Im Mittelpunkt des Vortrags standen die Frage des Einflusses der Politik auf Architektur und Stadtwicklung und die architektonischen Formen, derer man sich bediente. Welche Rolle wurde von den jeweiligen Akteuren im Prozess der Stadtentwicklung eingenommen? Am Beispiel von Poznań, Wrocław und Warszawa zeigte die Referentin, auf welche Weise die  Machthaber ihre Präsenz in den von ihnen eroberten Territorien demonstrierten.
Zabłocka-Kos stellte weiters ein polnisch-deutsches Kooperationsprojekt vor, in dessen Rahmen der interdisziplinäre und grenzüberschreitende Charakter der politischen Architektur in Polen, Deutschland und der Habsburgermonarchie erforscht wird. Im Rahmen dieses Projekts erforscht die Referentin die Architektur und Urbanistik am Ende des 19. und 20. Jhdt. 
In der Diskussion nach dem Vortrag wurde die Referentin u.a. nach der Situation in anderen Städten gefragt sowie danach, ob auch anderswo die Architektur zur Vermittlung einer politischen Botschaft diente. Gefragt wurde auch danach, wie angesichts des starken Einflusses der europäischen Kunst nationale Elemente erkannt werden können sowie danach, woraus die unterschiedliche Architektur der Polytechnischen Hochschulen in Wrocław, Gdańsk und Warszawa resultiert. Die "nationalen" Elemente, so die Referentin in ihrer Antwort, sind mitunter schwer zu unterscheiden, mitunter sind sie auf ein einzelnes Motiv beschränkt.
Im Konzert nach dem Vortrag brachte Jacek Stolarczyk das Violinkonzert Nr. 1 g-moll BMV 1. Adagio von Jan Sebastian Bach zur Aufführung, Piotr Kościkspielte die Konzertparaphrase von „Rigoletto” von Franz Liszt.

Lidia Gerc

Photos: Adam Jaskot

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