Brückenschläge Ernst Daniel Jablonski im Europa der Frühaufklärung

Podiumsdiskussion

Am 27. Mai 2013 fand im Rahmen des Conrad Celtis.Diskussionsforums der reformierten Stadtkirche in der Dorotheergasse 16 eine Diskussion zum Thema „Brückenschläge. Daniel Ernst Jablonski im Europa der Frühaufklärung". In der reformierten Stadtkirche ist  von 12. Mai bis 23. Juni die gleichnamige Ausstellung zu sehen, vor deren Hintergrund die Diskussion veranstaltet wurde.
Nach der Begrüßung seitens des Hausherren, Pastor Johannes Langhoff, ergriff der Moderator der Diskussion, Prof. Bogusław Dybaś, Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien, das Wort und stellte die Diskussionsteilnehmer vor:  Prof. Dr. Joachim Bahlcke (Stuttgart), Prof. Dr. Jan Harasimowicz (Wrocław), Prof. Dr. Wojciech Kriegseisen (Warszawa) und Prof. Dr. Karl Schwarz (Wien).
Prof. Bahlcke sprach über den Theologen und Universalgelehrten Daniel Ernst Jabłoński, der ein Mittler zwischen Osteuropa, Mitteleropa und Westeuropa war und von dem geschrieben wurde, dass er „ein edler Gelehrter sei, hoch geachtet (…) für seine Frömmigkeit, Gelehrsamkeit und Zurückhaltung”.
Prof. Dybaś wies darauf hin, dass sich Jablonski trotz seiner Bedeutung im Unterschied zu seinem berühmten Großvater Jan Amos Comenius keines vergleichbar großen Bekanntheitsgrades erfreute. Professor Kriegseisen stellte die historischen Zeitumstände vor, in dem Jablonski lebte und wirkte. Professor Harasimowicz betonte, welche Bedeutung Jablonski als Mediator hatte. Er wies auch auf die außerordentliche Bedeutung von Universitäten wie Oldenburg, Viadrina und Leopoldina hin sowie auf die Gründung zwei parallel bestehender theologischer Fakultäten (katholisch und protestantisch). Prof. Karl Schwarz betonte, das Wrocław nicht die einzige Universität war, an der es zwei theologische Fakultäten gab. Er unterstrich, dass Jablonski als Europäer zu bezeichnen ist und von ähnlicher großer Bedeutung wie sein Großvater Jan Amos Komensky ist, der von 1648 - 1670 Bischof der böhmischen Brüdergemeinde gewesen war.
Professor Dybaś wies ergänzend auf die Bedeutung hin, die Jablonski auf Grund seines umfassenden Tätigkeitsfelds sowie als Mittler und Mediator innegehabt hatte. Auch über die Universalität und die Vielseitigkeit seiner Persönlichkeit waren sich alle Diskutanten einig.
Anschließend hatte das Publikum Gelegenheit, Fragen zu stellen. Sie interessierten sich u.a. für die Jugendjahre Jablonskis.  Gefragt wurde auch, ob Jablonski unmittelbare Kontakte zu Österreich hatte. In seiner Antwort teilte Prof. Bahlcke mit, dass er lediglich diplomatische Kontakte pflegte.
In seinem abschließendem Resümee hielt Prof. Dybaś fest, dass Jablonski eine faszinierende Persönlichkeit war, über die aus dem Ausstellungskatalog noch mehr erfahren werden kann. 

Lidia Gerc

fot.: Dr. Anna Ziemlewska

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