Schindlers Vermächtnis

Dr. Magdalena Żelasko

Am 13. Juni 2013 hielt Dr. Magdalena Żelasko im Rahmen des Klubs der Professoren am Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften einen Vortrag unter dem Titel "Schindlers Vermächtnis". Die Vorsitzende des Klubs der Professoren, Frau Mag. Joanna Ziemska, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und stellte die Referentin vor. Diese lebt und arbeitet seit fünfzehn Jahren in Wien und ist Absolventin der Schule für Business sowie Expertin für Marketing und Werbung. 2005 promovierte sie an der Universität Wien. Sie ist in zahlreichen Pressekonzernen aktiv und arbeite auch als Journalistin für polnische und österreichische Zeitungen. Seit einigen Jahren ist sie auch als Lektorin an der Universität Wien tätig. Sie initiierte und leitet das Filmfestival LET’S CEE.

Die Premiere des Films "Schindlers Liste", dessen Story Millionen Zuseher auf der ganzen Welt berührte und diesen die Tragödie des Holocausts nahebrachte, jährt sich 2013 zum 20. Mal. Der Film wurde auf der Grundlage des Romans des australischen Schriftstellers Thomas Keneally Schindlers Liste gedreht. Im Mittelpunkt des Romans, der auf Tatsachen beruht, steht der deutsche Industrielle Oskar Schindler, der im Zweiten Weltkrieg über 1000 Juden rettete. 

Die Referentin schilderte, wie viel Zeit von der Entstehung des Buchs über den Erwerb der Filmrechte bis hin zur Produktion des Films vergangen war, ca. 14 Jahre. Sie wies auch auf die großen Verdienste der Produzenten des Films Branko Lustig (während des Zweiten Weltkriegs war er drei Jahre im Konzetrationslager inhaftiert), Gerald R. Molen und Steven Spielberg hin. Es war Lustig, der sich als Regisseur für den Film Steven Spielberg wünschte. Der Film wurde in mehreren polnischen Städten gedreht, u.a. in Kazimierz (heute ein Bezirk von Krakau), in dem bis zum Zweiten Weltkrieg der Anteil der jüdischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung einen großen Anteil ausmachte.

Aus Anlass des Jubiläums zeigte Dr. Żelasko auch Szenen der Oscarverleihung sowie die Dankesworte von Spielberg, der oftmals betonte, dass seine Motiv, diesen Film zu drehen, darin gelegen wäre, dazu beizutragen, dass sich Ereignisse wie diese in der Geschichte niemals mehr wiederholen würden. Die Referentin erinnerte auch an die Mitwirkung von Polen an diesem Film (einen Oscar für diesen Film erhielten Janusz Kamiński, Allan Starski und Ewa Braun) und zeigte auch einige ausgewählte Szenen des Films.

Nach dem Vortrag und der Vorführung einiger Filmausschnitte wurde in der anschließenden Diskussion u.a. nach der Rezeption des Films in Österreich gefragt. Dr. Żelasko antwortete, dass der Film sowohl im Kino als auch im Fernsehen gezeigt wurde und zahlreiche Reaktionen hervorrgerufen hätte.

Lidia Gerc

Photos: Adam Jaskot

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