250 Jahre Josephinische Landesaufnahme

Ausstellungseröffnung

Am 10. Oktober 2013 wurde im Slowenischen Wissenschaftsinstitut die Ausstellung "250 Jahre Josephinische Landesaufnahme" eröffnet. Gleichzeitig fanden eine Diskussion sowie die Präsentation der ersten beiden Bände des galizischen Teils der Josephinischen Landesaufnahme, der so genannten Miegkarte, statt. Organisatoren der Veranstaltung waren das Wissenschaftliche Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien, das Österreichische Staatsarchiv sowie das Slowenische Wissenschaftsinstitut in Wien, die gemeinsam des 250. Jahrestages des Beginns der Arbeiten an der topographischen Landesaufnahme der Habsburgermonarchie gedachten.
Der langjährige Direktor des Österreichischen Staatsarchiv, HR Prof. Dr. Lorenz Mikoletzky, der auch der Moderator des Abends war, stellte zunächst die "Josephinische Landesaufnahme" und deren Bedeutung vor. Als erster Redner gab Hofrat Dr. Robert Rill (Österreichisches Staatsarchiv) einen Überblick über die Geschichte der Kartensammlung im Österreichischen Staatsarchiv und sowie des Kartenwerks der Josephinischen Landesaufnahme. Anschließend sprach Mag. Jan Mokre (Österreichische Nationalbibliothek)  über Editionen von Karten, die den Zugang zu  Karten aus dem achtzehnten Jahrhundert ermöglichen und gleichzeitig die Originalkarten schützen. Gastgeber Doz. Vincent Rajsp, Direktor des Slowenischen Wissenschaftsinstituts, wies in seinem Statement darauf hin, dass die Karten sehr wertvolle Informationen zu Besiedlung und Bebauung, religiösen Beziehungen sowie zum Wortschatz der Ära von Joseph II. beinhalten. Dann sprachen Prof. Zdzisław Noga (Pädagogische Universität Krakau) und Prof. Andrzej Janeczek (Polnische Akademie der Wissenschaften, Institut für Archäologie und Ethnologie). Sie stellten die Vorgangsweise bei der Edition der Miegkarte anhand der bereits erschienenen beiden Bänden (II und IV) vor. Die letzte Referentin war Madalina Veres (Universität von Pittsburgh). Das Thema ihres Vortrags lautete "Die militärische Landesaufnahme in Siebenbürgen". Madalina Veres wies auf die strategische Bedeutung der Grenzen der Habsburgermonarchie hin und skizzierte die Geschichte der Herrschaft der Habsburger in dieser Region sowie deren Bedeutung bei der Erstellung von Karten dieses Gebiets. Sie betonte, dass an der Erstellung der Karte Siebenbürgens viele Menschen beteiligt gewesen waren, unter anderem Dominik Comiotti de Fabris und Mihaly Lojos Jeney, die bereits umfangreiche Erfahrung in verschiedenen Teilen Europas gesammelt hatte. Auch wurde die Entstehung der Karte vom lokalen Umfeld und den Reichsgrenzen beeinflusst.
Nach einer Reihe von Vorträgen über verschiedene Aspekte der Josephinischen Landesaufnahme dankte Univ.-Prof. Dr. Bogusław Dybaś (Polnische Akademie der Wissenschaften – Wissenschaftliches Zentrum in Wien) dem Slowenischen Wissenschaftsinstitut für die Möglichkeit, die Ausstellung in dessen Räumlichkeiten zu zeigen, sowie für die gemeinsame Veranstaltung. Prof. Dybaś beschrieb die in der Ausstellung gezeigten achtzehn Karten mit verschiedenen Städten der Habsburgermonarchie vor der Industrialisierung, deren Aussehen sich deutlich von heute unterscheidet, was sie auch zu einer wertvollen Quelle macht. Er dankte allen am Projekt beteiligten Institutionen, dem Österreichischen Staatsarchiv, dem Slowenischen Wissenschaftsinstitut sowie dem Team des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien, Anna Ziemlewska, Irmgard Nöbauer , Lidia Gerc sowie der Ferialpraktikantin  Ania Szarek .

Daria Maksymowicz

 

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