Die Verjagten. Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts

Univ.-Prof. Dr. Jan M. Piskorski

Am 18. März 2014 fand im Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften unter dem Ehrenschutz des Botschafters der Republik Polen in Österreich  Mag. Artur Lorkowski der Vortrag von Prof. Jan M. Piskorski  zum Thema „Wygnańcy. Przesiedlenia i uchodźcy w dwudziestowiecznej Europie” statt.
Der Vortragstitel folgte dem von Prof. Piskorski in polnischer und deutscher Sprache veröffentlichten Buch, die deutsche Übersetzung erschien unter dem Titel Die Verjagten. Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts
Die Veranstaltung wurde durch die Anwesenheit des Botschafters der Republik Polen in Österreich Mag. Artur Lorkowski sowie dessen Stellvertreterin Monika Szmigiel-Turlej beehrt.
Der Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien Prof. Dr. Bogusław Dybaś begrüßte zu Beginn der Veranstaltung die Gäste und stellte den Vortragenden vor. Er ist Professor an der Universität Stettin und Vortragender an zahlreichen deutschen und angelsächsischen Universitäten.
Prof. Piskorski stellte die Thesen seines Buches vor, die die Komplexität und das Ausmaß des Problems der Zwangsmigration zeigen und sich dabei auch auf umfangreiches Archivmaterial, insbesondere Photographien, stützen.
Nach dem Vortrag wies Prof. Dybaś auf die Bedeutung hin, die das Gebäude, in dem das Wissenschaftliche Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien seinen Sitz hat, während des Ersten Weltkriegs für die polnischen Flüchtlinge aus Galizien hatte. Anschließend bat er Univ.-Prof. Dr. Philipp Ther, Universität Wien, um ein Koreferat zum Thema. Zu den Forschungsgebieten von Prof. Ther gehören u.a. auch die Themen Zwangsmigrationen und Vertreibungen.
In seinem Koreferat gratulierte Prof. Ther Prof. Piskorski zu seiner Publikation. Er betonte die Bedeutung des Themas sowie die Notwendigkeit weiterer Forschungen, die von internationalen Forschungsgremien betrieben werden sollten. Das Schicksal der Opfer - Menschen, die ihre Heimat verloren hatten - ist nicht nur innerhalb des historischen Diskurses überaus bedeutsam.
Im Verlauf der auf die beiden Referate folgenden Diskussion unter Teilnahme der zahlreich erschienenen Gäste wurde u.a. danach gefragt, aus welcher Perspektive man sich mit diesem Thema befassen und wie zwischen einem wissenschaftlichen und einem menschlichen Zugang unterschieden werden sollte. In Anbetracht eines solch schwierigen und komplexen Themas wie die Zwangsmigrationen im 20. Jahrhundert ist es schwierig, den richtigen Weg zwischen wissenschaftlicher Analyse und emotionaler Betroffenheit zu unterscheiden. Die Gäste berichteten u.a. auch über ihre persönlichen mit Zwangsmigrationen verbundenen Erfahrungen. Auch wurde an die jüngsten Ereignisse in der Ukraine erinnert, die unter Umständen auch das Problem von Zwangsmigrationen zur Folge haben könnten.  

Lidia Gerc

Photos: Adam Jaskot

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