Das Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und seine polnischen Bestände

Mag. Christian Liebl

Am 1. April 2014 hielt Mag. Christian Liebl am Zentrum im Rahmen der gemeinsam mit den Klub der Professoren organisierten Vortragsreihe einen Vortrag zum Thema "Das Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und seine polnischen Bestände". Nach der Begrüßung der Gäste seitens der Vorsitzenden des Klubs der
Professoren Mag. Joanna Ziemska stelle diese den Referenten Mag. Chrstian Liebl vor. Dieser studierte Deutsch, Englisch und Kunstgeschichte an den Universitäten in Wien und Edinburgh und ist Kustos, Bibliothekar und Editionsassistent für die Gesamtausgabe der Historischen Bestände 1899–1950; daneben wirkte er auch als Lehrbeauftragter an der Universität Wien sowie als Ausstellungskurator.
Christian Liebl stellte zunächst das Phonogrammarchiv und dessen Sammlungen vor, die 12.800 Aufnahmestunden umfassen. Er stellte die zentralen Tätigkeitsfelder sowie die wichtigsten Projekte des Archivs vor. Auch hatten die Gäste die Möglichkeit, einige Aufnahmen aus dem Archiv zu hören, beispielsweise die Stimmen von Kaiser Franz Joseph sowie Arthur Schnitzler. Anschließend gab Christian Liebl einen Überblick über die polnischen Bestände des Archivs sowie die Kriterien, nach denen diese ausgewählt wurden. Diese machen etwa 0,3 Prozent des Gesamtbestandes aus, was ungefähr 200 Aufnahmestunden entspricht. Von diesen präsentierte er eine kleine Auswahl, u.a. Werkfragmente von Adam Mickiewicz, Henryk Sienkiewicz, ein Soldatenlied, ein Ausschnitt einer Reichstagssitzung des Jahres 1907 sowie Stimmporträts von Ludwik Ćwikliński, Karl Lanckoroński, Siegfried Liner, Zygmunt Ajdukiewcz und Theodor Leszetycki. Christian Liebl stellte auch das Projekt der Digitalisierung der Bestände des Phonogrammarchivs vor sowie eine CD mit ausgewählten Aufnahmen des Phonogrammarchivs.
Nach dem Vortrag hatten die Gäste Gelegenheit, an den Referenten Fragen zu stellen. Unter anderem wurde danach gefragt, ob neben Stimmen auch andere Tonaufnahmen, beispielsweise Glocken, im Phonogrammarchiv zu finden sind, sowie nach Möglichkeiten, das Archiv zu nutzen.Christian Liebl antwortete, dass dies jederzeit möglich wäre, allerdings noch nicht alle Aufnahmen digitalisiert wären, was mitunter eine vorherige Absprache sowie technischer Bearbeitung bedarf. Auf die Frage, wie viele Sprachen im Archiv vertreten sind, gab Christian Liebl an, dass dies 640 wären.
Nach dem Vortrag gab es ein Konzert der Pianistin Anna Piwosz, die die Suite de Danzas Criollas (Adagietto pianissimo, Allegro rustico II, III, IV Allegretto cantabile Calmo e poetisch, V Scherzando - Coda : Presto energico) zur Aufführung brachte. 

Lidia Gerc

 

Photos: Adam Jaskot

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