Siebenter Tag der Offenen Türe

Am 28. Juni 2014 fand bereits zum siebten Mal der Tag der Offenen Türe im Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien - in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Luftfahrtmuseum sowie mit der Wiener Krakauer Kulturgesellschaft - statt. An dieser zyklisch wiederkehrenden Veranstaltung nahmen zahlreiche Gäste teil.  

Die Veranstaltung wurde durch die Anwesenheit des Botschafters der Republik Polen in Wien, Artur Lorkowski, sowie der ehemaligen Direktorin des Österreichischen Kulturforums Warschau, Ulla Krauss-Nussbaumer, und des ehemaligen österreichischen Botschafters in Polen, Dr. Herbert Krauss, beehrt.  

Die zahlreich erschienenen Gäste und Referenten wurden vom Direktor des Zentrums Prof. Bogusław Dybaś herzlich willkommen geheißen.  

Der erste Programmpunkt war der Vortrag von Prof. Andrzej Olejko zum Thema „Luftkrieg über Galizien – auf den Spuren der k.k. Fliegerkompanien an der Nord-Ost-Front 1914”.

„Aus der Perspektive von hundert Jahren später betrachet ist der Große Krieg (1914 -1918) fast vergessen (…). Dabei war es der erste der beiden Weltkriege, der über die Geopolitik der heutigen Welt entschied”, sagte Professor Olejko. Ein neues Element dieses Krieges war die Luftfahrt, obwohl diese anfänglich nur symbolischen Charakter hatte. Im Laufe der Zeit wurde sie zum vielseitigen Mittel des Kampfes gegen den Gegner. Ein weiteres Novum war den Einsatz der Luftfahrt sowohl für Propagandaaktionen als auch für Luftkämpfe. Prof. Olejko wies darauf hin, dass das Interesse an der Luftfahrt auch unter den Soldaten anwuchs. „Im Jahre 2014 konnten sich 110 von 210 Rekruten für die k.k. Luftwaffe qualifizieren, 1915 meldeten sich jedoch bereits 300 Rekruten zur Luftwaffe! Im November 1914 verfügten die k.u.k. Luftstreitkräfte über 46 Flugzeuge, während sie in der Zeit von August 1914 bis 19. Oktober 1914 (…) über 66 Flugzeuge verfügte.” Prof. Olejko kam zum Schluss, dass „die Länder, die den Großen Krieg begonnen hatten, nach dessen Ende im Jahre 1918 zu bestehen aufgehört hatten, in der Folge entstanden neue Länder und neue Probleme, die den Keim künftiger Konflikte in sich trugen.“

Nach dem Vortrag vom Professor Olejko ergriff  Koreferent Dr. Gerhard Artl, Österreichisches Staatsarchiv, das Wort. 

Er begann mit den Worten von Fritz Frank aus dem Jahr 1928: „1914 erspähten wir das erste feindliche Flugzeug, als wäre es unser eigenes (…). Wir empfanden kaum Angst vor dem ersten, vom letzten konnten wir weder Hilfe erwarten noch es bekämpfen und auch nicht Stellung dazu beziehen." Dieses Zitat zeigt, wie bedeutsam und auch ambivalent in der Wahrnehmung Flugzeuge während des Krieges waren. Der Referent zeigte auch Statistiken zur Luftfahrt und deren Besatzungen während des Ersten Weltkrieges und gab auch Beispiele für deren Bedeutung, Nutzung und Entwicklung. Er berichtete auch über Quellen zur Geschichte der Luftfahrt und deren Inhalte - u.a. Technik im Ersten Weltkrieg, die Luftfahrt in den Beschreibungen der Kampffelder sowie die Luftfahrt in den Akten und Handschriften des Kriegsarchivs.

Der nächste Programmpunkt war der Eröffnung der Posterausstellung "Das Fliegererbe Kleinpolens", die vom Polnischen Luftfahrtmuseum gestaltet wurde. Direktor Bogusław Dybaś stellte das Krakauer Luftfahrtmuseum sowie dessen Sammlungen und Projekte, die der Luftfahrt zur Zeit des Ersten Weltkriegs gewidmet sind, vor, darunter auch das Projekt "Die Flügel des großen Kriegs". Er lud die zahlreiche interessierte Zuhörerschaft zum Besuch des Museums sowie zur  Besichtigung der Ausstellung in den Räumlichkeiten des Zentrums ein.

Zum Schluss fand ein Konzert von Wolna Grupa Bukowina („Freie Gruppe Bukowina“) statt. Diese Gruppe der Musikrichtung gesungener Poesie wurde 1971 von Wojciech Belon begründet  Seit mehr als 40 Jahren gibt Wolna Grupa Bukowina erfolgreich Konzerte in Polen und gewinnt laufend neue Generationen treuer Fans.

Lidia Gerc

Photos: Adam Jaskot

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