Polen. Die ersten 1000 Jahre

Dr. Patrice M. Dabrowski

Am 27. Mai 2015 fand am Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien der Vortrag von Dr. Patrice M. Dabrowski statt, in dessen Rahmen auch ihre in englischer Sprache erschienene Publikation „Polen. Die ersten 1000 Jahre” vorgestellt wurde. Univ.-Prof. Dr. Kerstin S.Jobst und Univ.-Prof. Dr. Christoph Augustynowicz nahmen in ihren anschließenden Kommentaren dazu Stellung.

Zu Beginn des Abends begrüßte der Direktor des Zentrums, Univ.-Prof. Dr. Bogusław Dybaś, die Gäste sehr herzlich. Univ.-Prof. Dr. Kerstin Jobst stellte anschließend die Referentin Dr. Patrice M. Dabrowski vor. Sie studierte Slawistik an der Universität Harvard und ist zur Zeit Vortragende an den Universitäten in Harvard, Brown und Massachusetts. Seit 2013 arbeitet sie mit dem Doktoratskollegium ”Das österreichische Galizien und sein multikulturelles Erbe” an der Universität Wien zusammen. 2015 wurde Dr. Dabrowski mit dem Kavallerierskreuz des Ordens für Verdienste um die Republik Polen ausgezeichnet. Daran anschließend stellte Prof. Augustynowicz die 2014 erschienene Publikation “Polen. Die ersten 1000 Jahre” vor. Das Buch umfasst die Kapitel Polen in Europa, das Europa Polens, ein Europa ohne Polen sowie Polen in Europa und  der Welt. Die Geschichte Polens, wichtige Protagonisten dieser Geschichte sowie für Polen-Litauen bedeutende Ereignisse und Leistungen sind Thema dieses Buchs.

Vom Mittelalter bis zur Neuzeit war Polen ein bedeutendes europäisches Land. Nach dieser Blütezeit verschwand Polen jedoch infolge der polnischen Teilungen über 100 Jahre von der europäischen Landkarte. Nach dem Ersten Weltkrieg war Polen bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs neuerlich ein unabhängiger Staat. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Polen zum Satellitenstaat der Sowjetunion. In den polnischen Bemühungen zur Wiedererlangung seiner Unabhängigkeit waren im 19. Jahrhundert Schlagworte wie “Für unsere und eure Freiheit“ bedeutsam, auch im 20. Jahrhundert stellten sie eine Leitlinie für das politische Handeln dar. Polen, ein multikonfessionelles und ethnisch differenziertes Land mit einer langen demokratischen Tradition in zentraler Lage  Europas an der symbolischen Grenze zwischen Ost und West, kann nach Ansicht von Patrice Dabrowski ein Vorbild für andere Länder zu sein.

Das Buch ist, wie unterstrichen wurde, in einer leicht fasslichen Sprache verfasst, die nicht nur Historikern, sondern auch durchschnittlichen Lesern zugänglich ist.

In der anschließenden Diskussion wurde Patrice Dabrowski nach einzelnen in ihrem Buch beschriebenen Ereignissen sowie nach ausgewählten Themenkreisen der polnischen Geschichte gefragt. Auch wurde darauf hingewiesen, dass Polen-Litauen, ein multiethnisches und mulitkonfessionelles Land, ein Modell für das heutige Europa sein kann.

Lidia Gerc

 

Photos.: Karolina Niziołek

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