Galicia Forever? What is left of the former Habsburg province?

Symposium

Am 12. Juni 2015 fand im Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien ein Symposium in englischer Sprache statt, das Galizien und seiner heutigen Präsenz gewidmet war. Dies war eine weitere Veranstaltung im Zentrum, die sich mit galizischen Themen auseinandersetzte. Eingeladene Referentinnen waren Dr. Elżbieta Wiącek, Dr. Karolina Golemo und Dr. Magdalena Banaszkiewicz von der Jagiellonen Universität in Krakau. Sie präsentierten die Ergebnisse ihrer Forschungen, die sie im Rahmen ihres Projektes „Eine semiotische Landkarte Kleinpolens“(„Semiotyczna mapa Małopolski“) durchführen.
Zu Beginn des Abends begrüßte die Stellvertretende Direktorin des Zentrums, Dr. Anna Ziemlewska die Gäste sehr herzlich. Elżbieta Więcek stellte in ihrem Vortrag das Problem des galizischen genius loci und der Wahrnehmung eines verlorenes Arkadiens einerseits und einer Marke andererseits, die zu Marketingzwecken unter anderem in Restaurants und Hotels der Kette Best Western genutzt wird. Sie zeigte auch Beispiele der Nutzung mit Galizien assoziierten „Helden der guten alten Zeit“ wie beispielsweise Kaiser Franz Joseph und sein Porträt auf den Mineralwasserflaschen „Żywiec Zdrój“.

Karolina Golemo verglich in ihrem Vortrag die beiden Galiziens Europas – jenes an der Weichsel sowie jenes am Atlantik an der europäischen Peripherie. Diese zwei entlegenen Regionen Europas verbindet der gemeinsame Name (obwohl dessen Etymologie unterschiedlich ist) und der Pilgerweg zum Grab des Hl. Jakobs. Das spanische Galizien besteht bis heute, das habsburgische Galizien verschwand hingegen vor fast 100 Jahren von der Landkarte. Zwischen den spanischen und polnischen Galizianern kann man Ähnlichkeiten feststellen, beispielsweise deren gemeinsame Vorliebe für Verkleinerungsformen wie pies – piesek - pieseczek (Hund - Hündchen- Hundilein) bzw. can -candelo-candeliño.

Magdalena Banaszkiewicz sprach in ihrem Vortrag über Krakauer Souvenir. Sie betonte, dass sich die Touristen bei der Auswahl der Souvenirs von ihren Gefühlen, Emotionen und  Assoziationen mit den besuchten Orten leiten ließen. Das führt dazu, dass sie oft kitschige, in China produzierte Gegenstände (z.B. T-Shirts mit der Aufschrift „I love Cracow“ oder rosa Plüschdrachen) kaufen. Die Touristen nehmen nicht nur Produkte „made in China“ nach Hause, sondern auch Bilder, kleine Steinstücke und lokale Produkte wie eingemachtes Gemüse etc. oder Süßigkeiten wie Sahnebonbons (krówki), die sie den Gästen auch anbot.

 

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