Buchpräsentation: Zur Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager. Zwei Publikationen des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien

Am 17. September 2015 fand im Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien die Präsentation der Bücher Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus in Polen und Österreich. Bestandsaufnahme und Entwicklungsperspektiven und  „Unbeteiligte” und Betroffene. Aspekte der Wahrnehmung der NS-Konzentrationslager während des Zweiten Weltkriegs sowie nach Kriegsende statt. Beide Bände enthalten eine Nachlese jener Konferenzbeiträge, die sich mit Gedenkstätten in Polen, Österreich und Deutschland, den Opfern des Nationalsozialismus, Aspekten der Wahrnehmung der NS-Konzentrationslagen während des Zweiten Weltkriegs sowie nach Kriegsende sowie Museumspädagogik auseinandersetzen. Diese Konferenzen wurden vom Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien in den Jahren 2010 und 2012 organisiert.
Zu Beginn hieß der Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften Prof. Bogusław Dybaś alle Gäste, insbesondere SE Artur Lorkowski, Botschafter der Republik Polen in Österreich, sowie Wojciech Więckowski, Direktor des Polnischen Instituts, herzlich willkommen. Er erinnerte in seiner Ansprache auch an alle bisherigen Aktivitäten des Zentrums, die mit der Thematik des Holocaust und des Gedenkens an den Holocaust verbunden sind. Davon zeugt die erste, im Jahre 1995 erschienene Publikation unter dem Titel Das Konzentrationslager Mauthausen-Gusen zum 50. Jahrestag der Befreiung. Prof. Dybaś stellte auch die Diskutanten vor, die Mitherausgeber der beiden Tagungsbände sind.
Danach kam Mag. Imgard Nöbauer, Expertin für Publikationsprojekte des Zentrums sowie Mitherausgeberin beider Bände, zu Wort. Zunächst schilderte sie ihre Erinnerungen daran, als sie zum ersten Mal in der Schule vom „Holocaust“ erfuhr und erläuterte, welchen Stellenwert die beiden Publikationen für die Vermittlung des Wissens über den Holocaust für die heutige sowie für künftige Generationen haben. Sie erklärte auch die Bedeutung des Titels des zweiten Bandes Unbeteiligte und Betroffene und stellte anhand ausgewählter Zitate einzelne Beiträge vor. Die Referentin sprach auch dem Bundespräsidenten der Republik Österreich Dr. Heinz Fischer, unter dessen Ehrenschutz die beiden Konferenzen standen, sowie dem Peter Lang Verlag ihren Dank aus.
Dr. Tomasz Kranz, Direktor des Staatlichen Museum Majdanek, dankte dem Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien für die Organisation der beiden Konferenzen und gratulierte zur Herausgabe der beiden wichtigen Publikationen. Dr. Kranz sprach auch über die vielen Funktionen von Gedenkstätten sowie über die Motive für den Besuch von Gedenkstätten wie beispielsweise Auschwitz oder Majdanek.
Dr. Heidemarie Uh, Historikerin an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, sagte in ihrem Statement, dass ihrer Meinung nach Gedenkstätten eine überzeitliche Rolle haben und das Wissenschaftliche Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien ein wichtiger Ort des Gedankenaustausches für Forscher aus Polen und Österreich ist.
Die nächste Rednerin, Mag. Joanna Ziemska, Mitglied des Internationalen Forums Mauthausen und des KZ Gusen Memorial Commitee sowie Verfasserin eines Beitrags und Mitherausgeberin des zweiten Bandes, stellte in ihrem Statement u.a. fest, dass die nächste Konferenzen der Thematik der zweiten Generation gewidmet werden könnte.  
Abschließend dankte Prof. Bogusław Dybaś allen Referenten für ihre Teilnahme am Treffen sowie für sämtliche Anregungen für mögliche Themen der nächsten Tagungen. In der darauffolgenden Diskussion wurden Fragen zur Übersetzung von Fachtermini gestellt sowie die Bedeutung von Veranstaltungen dieser Art für die Jugend betont.

Barbara Marmol

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