Elizabeth Watson – Still und Unsichtbar

Dr. Katarzyna Minczykowska

Am 17. Oktober 2016 fand im Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien ein Vortrag über "Elizabeth Watson – still und unsichtbar" statt, der von Dr. Katarzyna Minczykowska gehalten wurde. Dr. Katarzyna Minczykowska ist Historikerin und stellvertretende Vorsitzende des General-Elżbieta-Zawacka-Stiftung Toruń.

Prof. Dybaś, der Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie in Wien, hieß die zahlreich erschienenen Gäste herzlich willkommen und stellte zunächst die Referentin vor. Auch lud er zu einer Theatervorführung über Elżbieta Zawacka ein, die am darauffolgenden Tag in Wien stattfand.

Der Vortrag begann mit einer Erklärung der Worte "cichociemni" - diese waren Soldaten der polnischen Heimatarmee, die während des Zweiten Weltkrieg in Polen kämpften und mit der polnischen Exilregierung in London zusammenarbeiteten. Von London aus gelangten sie als Fallschimspringer in das von den Nationalsozialisten besetzte Polen .

Dr. Minczykowska erzählte zunächst über Kindheit und Jugend von Elżbieta Zawacka. Sie wuchs in Toruń auf, studierte jedoch nach den Abitur Mathematik in Poznań. In dieser Zeit schloss sie sich der paramilitärischen Organisation der Vorbereitung der Frauen für den Krieg an. Im Zweiten Weltkrieg war sie unter dem Pseudonym "Zo" in der polnischen Heimatarmee aktiv. Elżbieta Zawacka passierte als Kurierin oftmals die Staatsgrenzen. Im 1943 Jahr reiste sie quer durch Deutschland, Österreich, Frankreich und Spanien zur polnischen Exilregierung in London. Nach Polen kehrte sie dann "still und unsichtbar" als Fallschirmspringerin zurück. Sie nahm auch am Warschauer Aufstand teil. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete sie als Lehrerin in Toruń. Im nun kommunistischen Polen wurde sie aufgrund des Besitzes einer Dollarnote im Jahr 1951 zu 10 Jahren Haft verurteilt, da die Kommunisten nach dem Krieg den Angehörigen der Heimatarmee feindlich gegenüber standen. 1955 wurde sie jedoch vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Der kommunistischen Partei trat Elżbieta Zawacka auch dann nicht bei.

Nach dem Vortrag wurde ein Film über Elżbieta Zawacka gezeigt. Auf den Film folgte eine interessante Diskussion, in deren Verlauf zahlreiche Fragen an die Referentin gestellt wurden. Abschließend dankte Univ.-Prof. Bogusław Dybaś den Gästen für ihre Teilnahme und lud alle herzlich ein, die interessanten Gespräche bei einem Glas Wein fortzusetzen.

Joanna Brzegowy

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