Die Teilungen Polen – Litauens. Neue Blicke auf einem Knotenpunkt der europäischen Geschichte

Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg

Am 13. Oktober 2016 fand im Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien ein Vortrag zum Thema "Die Teilungen Polen – Litauens. Neue Blicke auf einem Knotenpunkt der europäischen Geschichte" statt, der von Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg gehalten wurde.

Prof. Dybaś hieß zunächst die zahlreich erschienenen Gäste herzlich willkommen und erinnerte an die Taufe Mieszkos I. vor 1050 Jahren. Er stellte auch den Referenten des Abends vor. Prof. Bömelburg ist Historiker an der Justus-Liebig-Universität in Gießen.

Der Vortrag begann mit einer kurzen Einführung von Prof. Bömelburg über in deutscher Sprache erschienene Fachliteratur zu den Teilungen Polens. Er stellte fest, dass die Teilungen für Europa sehr wichtig waren, in der westeuropäischen Historiographie bis dato jedoch in keinem Werk umfassend dargestellt wurden. Er stellte auch die Probleme dar, die zur Schwächung Polens und letztlich zu den Teilungen geführt hatten. Prof. Bömelburg sprach auch über verschiedene Projekte, Polen in unterschiedliche Einflusszonen aufzuteilen, die damals in Russland, Österreich und Preußen modern waren. Er referierte auch über die Ansichten von Jacob Johann Sievers und Johann Gottfried Seume. Beide waren Zeugen der Teilungen - ersterer sagte, dass er zu den Teilungen entscheidend beigetragen hätte. Abschließend stellte Prof. Bömelburg weitere Teilungen vor – den Hitler–Stalin-Pakt im Jahr 1939 sowie die Nord-Stream-Pipeline Vyborg bis Mukran bei Rügen im Jahr 2007. Der Vortrag zeigte die Komplexität der Ursachen für die Teilungen Polens auf und rückte Polen und seine Geschichte ins Zentrum der politischen Geschichte Europas.

Im Anschluss an den Vortrag trugen zahlreiche Fragen und Anmerkungen aus dem Publikum zu einer regen Diskussion bei. Nach dem Vortrag spielten Anna Gutowska (Cello), Kyoko Watanabe (Cello) sowie Noviko Ushioda (Klavier) das Stück von Pablo de Sarasate, „Navarra“, op. 33.

Joanna Brzegowy

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