Polnische Ingenieure in Chile: Ignacy Domeyko

Dipl.-Ing. Krzysztof Dąbrowski

Am 23. Februar 2017 fand in der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien der Vortrag von Dipl.–Ing. Krzysztof Dąbrowski über "Polnische Ingenieure in Chile: Ignacy Domeyko” statt.  Der Direktor des Zentrums, Univ.-Prof. Dr. Bogusław Dybaś, begrüßte die Gäste und stellte zunächst den Referenten vor.

Krzysztof Dąbrowski ist Dipl.-Ing. der Nachrichtentechnik (Studienabschluss an der TU in Warschau) und lebt seit 1974 in Österreich. Bis zu seiner Pensionierung war er beruflich als Programmierer tätig. Seine Interessen gelten dem Amateurfunk, der Funktechnik und der Geschichte der polnischen Technik. An der Polnischen Akademie der Wissenschaften – Wissenschaftliches Zentrum in Wien hielt er bereits zahlreiche Vorträge über Technikgeschichte und Biographien polnischer Wissenschaftler und Techniker.

Der Vortrag begann mit einer Vorstellung der Jugendjahre des „Helden“ des Abends. Ignacy Domeyko wurde in einem Gutshof in Niedźwiadka Wielka im einstigen Bezirk Nowogródek in einer Familie mit langer patriotischer Tradition geboren. Im Jahr 1816 begann Domeyko an der Universität Vilnius an der Fakultät für Physik und Mathematik zu studieren. Während seines Studiums in Wilno war er Mitglied der patriotischen Organisationen der Filomaten und Filareten. Im Jahr 1831 nahm er am Novemberaufstand teil. Nach der Niederlage des Novemberaufstands emigrierte er zunächst nach Deutschland, später nach Frankreich. Im Jahr 1838 emigrierte er nach Chile. Dort trat er eine Stelle als Professor für Chemie und Mineralogie am Colegio de Coquimbo in La Serena an. Domeyko wanderte auch im Gebirge, die Berichte über seine Wanderungen haben bis heute nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Ab Jahr 1846 engagierte er sich für die Gründung einer Universität in Santiago, an der er selbst Professor war. Von 1867 bis 1883 stand er der Universität als Rektor vor. Im Jahr 1848 erhielt er die chilenische Staatsbürgerschaft, zwei Jahre später ehelichte er Enriqueta Sotomayor y Guzman. Aus der Ehe gingen eine Tochter sowie drei Söhne hervor: .

Im Jahr 1884 reiste er ein letztes Mal nach Polen. Er verfasste dort seine Memoiren und nahm an Feierlichkeiten zu seinen Ehren teil. Vier Jahre später kehrte er nach Chile zurück,  wo er wenige Monate später, am 23. Januar 1889, verstarb. Nach ihm wurden ein Mineral, ein Dorf, ein Asteroid sowie ein Gebirgszug benannt.

Nach dem Vortrag folgte eine interessante Diskussion, in deren Verlauf zahlreiche Fragen an den Referenten gestellt wurden. Abschließend dankte Univ.-Prof. Bogusław Dybaś den Gästen für ihre Teilnahme und lud alle herzlich ein, die interessanten Gespräche bei einem Glas Wein fortzusetzen.

Joanna Brzegowy

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