Neuorientierung einer Elite. Aristokratie, Ständewesen und Loyalität in Galizien (1772-1795)

Prof. Dr. Miloš Řezník

Am 9. März 2017 fand im Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien der Vortrag ,,Neuorientierung einer Elite. Aristokratie, Säandewesen und Loyalität in Galizien (1772-1795)” statt, der von Prof. Dr. Miloš Řezník gehalten wurde. Im Rahmen dieses Vortragsabends wurde auch das gleichnamige Buch von Řezník vorgestellt.

Prof. Dybaś hieß die zahlreich erschienenen Gäste herzlich willkommen und stellte den Referenten vor. Miloš Řezník studierte Geschichte an der Karls-Universität Prag, wo er 2001 mit einer Analyse der ständischen und territorialen Identitäten im Königlichen Preußen des 18. Jahrhunderts promovierte. Er habilitierte sich 2007 an der Universität Olmütz mit einer Arbeit zu den polnischen Nationalaufständen zwischen 1794 und 1864. Er ist auch seit 2009 Universitätsprofessor für Europäische Regionalgeschichte in Chemnitz und seit 2014 Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau.

Zu Beginn des Vortrags sprach Prof. Miloš Řezník über seinen Forschungsansatz und die Thematik seines Buchs, nämlich die Bedeutung des Adeligkeitverständnis in der Spätphase der ständischen Gesellschaft.

Dazu bezog er sich auf die Situation nach den polnischen Teilungen, als zwei ständische wie politische Traditionen aufeinandertrafen. Gleichzeitig wurde die Position des Adels sowie der ständischen Verfassungen in Europa zunehmend geschwächt. Der Geburtsaristokratie wurde die Idee einer „wahren“ Aristokratie gegenübergestellt. Die Prinzipien der ständischen Gesellschaft wurden damit direkt in den Kategorien der Elite betrachtet. Da in Galizien diese Prozesse im Zusammenhang mit der neuen Problematik von Loyalität, Identität, Integration und Akkulturation an besonderer Dynamik gewannen, bietet es sich an, diese Perspektiven in ihrer Verflechtung zu analysieren und zu interpretieren.

Auf den Vortrag folgte eine interessante Diskussion, in deren Verlauf zahlreiche Fragen an den Referenten gestellt wurden. Abschließend dankte Univ.-Prof. Bogusław Dybaś den Gästen für ihre Teilnahme und lud alle herzlich ein, die interessanten Gespräche bei einem Glas Wein fortzusetzen.

Joanna Brzegowy

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