Kleine Kulturgeschichte Polens. Vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert

Buchpräsentation

Am 28. März 2017 wurde im Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien das Buch ,,Kleine Kulturgeschichte Polens. Vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert” von dessen Verfasser Univ.-Prof. Mag. Dr. Christoph Augustynowicz vorgestellt.

Prof. Dybaś hieß die zahlreich erschienenen Gäste herzlich willkommen und stellte den Referenten vor. Prof. Augustynowicz studierte Geschichte und Slawistik, promovierte 1997 und habilitierte sich im Jahr 2007. Seit März 2016 ist er Sprecher des Doktoratskollegs ,,Galizien und sein multikulturelles Erbe”. Seit 1. Oktober 2016 ist er Vizedekan der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. Er ist auch Mitglied des Klubs der Professoren am Wissenschaftlichen Zentrum.

In seinem Vortrag veranschaulichte Prof. Augustynowicz anhand einer Reihe von Abbildungen Phänomene, die für die polnische Kultur vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert charakteristisch sind. Das erste Bild zeigte das russisch-orthodox inspirierte Deckengemälde aus dem 15. Jahrhundert in der Kapelle im Schloss Lublin, das charakteristisch für die jagiellonische Gotik ist. Um die polnische Geschichte des 19. Jahrhunderts zu veranschaulichen, zeigte der Referent u.a. das Gemälde „Bal w Hotelu Lambert w Paryżu (Polonez Chopina)“ von Teofil Kwiatkowski. Dieses Aquarell symbolisiert Gegenwart und Vergangenheit der polnischen Emigration. Der Künstler stellte auf dem Gemälde Vertreter der sogenannten großen Emigration dar - Fryderyk Chopin, George Sand, Adam Mickiewicz, Adam Czartoryski sowie Zawisza Czarny als mittelalterlichen Idealritter. Für das 20. Jahrhundert wurde die Skulptur "Multiples Porträt" von Alina Szapocznikow gezeigt. Die polnische Künstlerin wurde u.a. von antiken Skulpturen, dem italienischen Futurismus, Max Ernst, Marcel Duchamps und eigenen Erlebnissen inspiriert.

Auf dem Buchcover ist u.a. das Gemälde „Trumna chłopska“ [Bauernsarg] von Aleksander Gierymski zu sehen, das für Augustynowicz ein verbindendes Glied zwischen dem Roman „Bauern“ des Literaturnobelpreisträgers Władysław Reymont, dem Drama „Hochzeit“ von Stanisław Wyspiański und den Filmen von Andrzej Wajda darstellt.

Der Vortrag von Prof. Augustynowicz war eine bemerkenswerte Reise durch die polnische Kulturgeschichte quer durch die Jahrhunderte, von der "Goldenen Ära“ der polnischen Renaissance bis hin zur Epoche der polnischen Teilungen. Das Land sowie seine Geschichte und Kunst sind nicht am Rande Europas angesiedelt, ebenso wenig im Schatten Russlands. Jahrhundertelang war Polen mit West und Ost, vor allem mit dem Süden Europas verbunden.

Nach dem Vortrag folgte eine interessante Diskussion, in deren Verlauf zahlreiche Fragen gestellt wurden, beispielsweise über Sakralarchitektur oder die Beziehungen zwischen der polnischer und der französischen Kultur an den Referenten gestellt wurden. Abschließend dankte Univ.-Prof. Bogusław Dybaś den Gästen für ihr Kommen und lud alle herzlich ein, die interessanten Gespräche bei einem Glas Wein fortzusetzen.

Joanna Brzegowy

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