Vortrag und Konzert aus Anlass des Tadeusz-Kościuszko-Jahres

Am Dienstag, 17. Oktober 2017, fand im Polnischen Institut Wien ein Treffen anlässlich des 200. Todestages des polnischen und amerikanischen Nationalhelden Tadeusz Kościuszko statt. Die Veranstaltung, an der zahlreiche Vertreter des diplomatischen Corps teilnahmen, wurde in Zusammenarbeit des Polnischen Instituts und des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien organisiert.

Tadeusz Kościuszko, polnischer und amerikanischer General, Freiheitskämpfer im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, Anführer und Oberbefehlshaber der Insurrektion im Jahr 1794, die in die Geschichte als Kościuszko-Aufstand eingegangen ist, starb am 15. Oktober 1817 in Solothurn (Schweiz) und wird seither als Nationalheld gefeiert. Heuer jährt sich sein Todestag zum 200. Mal. Aus diesem Anlass erklärte der Sejm der Republik Polen das Jahr 2017 zum Tadeusz-Kościuszko-Jahr, unter der Schirmherrschaft der UNESCO. Zwei Tage nach dem 200. Todestag des Nationalhelden am 15. Oktober 2017 eranstaltete das Polnische Institut in Kooperation mit dem Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien einen feierlichen Abend, der Tadeusz Kościuszko gewidmet war.

„Ich freue mich sehr, dass auch Wien mit dieser Veranstaltung den herausragenden Polen Tadeusz Kościuszko feiert. Wir gedenken Kościuszko hier in Österreich, genauso wie in den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern rund um den Globus. In Washington fand am Wochenende eine von der dortigen Botschaft der Republik Polen organisierte Gedenkfeier statt, an der zahlreiche Vertreter der polnischen Regierung sowie der Verwaltungsbehörden und des Militärs der Vereinigten Staaten teilnahmen“ – so der Direktor des Polnischen Instituts Wien, Rafał Sobczak, in seiner Ansprache.

Die Ideale, die Kościuszko vertrat, sowie seine Leistungen gereichten nicht nur dem polnischen Volk zur Ehre, sondern auch der ganzen Menschheit, da er zur Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten einen wichtigen Beitrag leistete. „Der bedeutende polnische Historiker Szymon Askenazy schrieb einst über Kościuszko: Er wurde zu einem der unsterblichen Helden der Menschheit. Warum? Sein Name ist Polen, führte Direktor Sobczak in seiner Rede aus.

Zum Auftakt des Abends erzählte Prof. Dr. Bogusław Dybaś, Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien, in seinem Vortrag „Tadeusz Kościuszko – ein Held, der verbindet“ über das Leben und die Verdienste des Nationalhelden. Anschließend fand ein Konzert von Dr. Jakub Kościuszko statt, einem polnischen Gitarristen, der u.a. Transkriptionen der Musikstücke von Tadeusz Kościuszko präsentierte, die er selbst für Gitarre adaptiert hatte. Auf dem Programm des Konzertes unter dem Motto „Kościuszko plays Kościuszko” standen zudem Werke angesehener Komponisten wie Fryderyk Chopin, Aleksander Tansman und Feliks Nowowiejski sowie Lieder junger Gegenwartsmusiker wie Marek Pasieczny und Leszek Zaleski.

An dem Abend nahmen zahlreiche österreichische Gäste und die Polonia, wie auch Vertreter des diplomatischen Corps (u.a. die Botschafterin der Republik Polen, der Botschafter von Ungarn sowie diplomatische Vertreter von Irland und Norwegen) und des akademischen Milieus Wiens teil.

Polnisches Institut Wien

Fotos: Polnisches Institut Wien

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